Schuldig!

hubschrauberKürzlich las ich im Focus einen Artikel über Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus. Es ging um seinen Skiunfall vor vier Monaten, bei dem eine Frau starb. In dem Artikel wurden unter anderem Auszüge eines Interviews mit Althaus bei Johannes B. Kerner zitiert. Dieter Althaus gestand, „dass ihn der tragische Tod der Frau Christandl tagtäglich beschäftige und er alles dafür tun würde, wenn er diesen Tag ungeschehen machen könnte.“ Und weiter: „Er sei auf Vergebung angewiesen“.

Auf Vergebung angewiesen … Darin habe ich mich wiedergefunden. Ich erinnere mich an manche Situation, in der ich unabsichtlich durch mein Verhalten oder durch Äußerungen Menschen verletzt habe. Oder auch an Momente, in denen nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt habe und trotzdem Schaden entstanden ist. Und es gibt auch jene Augenblicke, in denen ich zwar erschrocken über mich selber dennoch bewusst, mutwillig boshaft gehandelt habe. Und deshalb weiß ich nur zu gut, wie es sich anfühlt, wenn man schuldig ist und auf Vergebung angewiesen ist.

Aber ich weiß auch, wie es ist, wenn man Vergebung erfährt. Und zwar nicht nur wenn einem Menschen vergeben sondern auch wie es ist, wenn Gott selber Schuld vergibt. Es fällt mir schwer in Worte zu fassen, wie groß meine Erleichterung, Freude und Dankbarkeit war, als ich begriffen habe, dass Gott meine Schuld vergibt. Und zwar nicht nur die einmalige Tat sondern alles, was ich jemals getan habe. In der Bibel steht, was dafür notwendig ist: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erfüllt Gott seine Zusage treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen.“ (nachzulesen in der Bibel, 1. Brief an Johannes, Kapitel 1 Vers 9) Mehr …

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