Völlig Banane!
Vor fast einem Jahr brachte mein Chef diesen kleinen Bananenbaum mit ins Büro, stelle ihn auf meinen Schreibtisch und bat um Asyl für die Zeit seines Urlaubs. Bananenbaum in einem Bananenübertopf ist ein bisschen zu viel Banane für meinen Geschmack aber für eine Urlaubsbegießung sollte es wohl reichen.
Zurück aus dem Urlaub war erst keine Zeit den Bananenbaum wieder mit nach Hause zu nehmen. Dann kam eine Krankheit dazwischen (vom Chef, nicht vom Baum
) und schließlich blieb der Baum samt Topf bei mir. Ich liebe Pflanzen, aber den Bananenbaum habe ich nie wirklich gemocht. Nur will das Ding trotz meiner halbherzigen Pflege einfach nicht eingehen! Ein paar Mal sah es schon verdächtig danach aus, aber irgendwie ist der Baum ein Überlebenskünstler und schafft es tagelang ohne einen Tropfen Wasser mit minimalster Erde im Topf auf engstem Raum klarzukommen. Er erdreistet sich sogar neue Blätter zu bekommen … und dafür bewundere ich ihn schon fast.
Menschen sind anders als Bananenbäume. (Zugegeben ist das keine umwerfend neue Erkenntnis) Menschen brauchen Zuwendung, Anerkennung, Bestätigung und Liebe um überleben zu können. Ungeliebte, unbeachtete oder ungewollte Menschen gehen innerlich irgendwann ein. Auch wiederum anders als beim Bananenbaum gibt es dafür äußerlich fast keine Anzeichen. Sie lassen weder die Blätter hängen noch ändern sie ihre Farbe. Aber innerlich sterben sie ab.
Jesus wiederum ist anders als wir Menschen. Er kann durch ein scheinbar völlig intaktes Äußeres direkt ins Herz sehen. Und ihn interessiert, was er dort sieht. Niemand ist ihm gleichgültig. Und es gibt niemanden, den er nicht liebt.

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