fühl mich grade nicht danach…

dieses statement höre ich oft. da sitzen mir dann leute gegenüber, die tolle ideen und pläne haben - aber immer an ihren gefühlen scheitern. sie warten auf den kreativen moment, den inspirierenden kick oder den außerirdischen moment.

klar, solche magischen momente gibt´s. manchmal. manchmal auch selten. und wenn, dann zu den unpassendsten zeiten: kein notebook dabei, die batterie in der cam ist leer, die falschen leute sitzen im auto oder da ist wieder mal kein starbucks in der nähe. nix mit „kreativ“ und nix mit „großem kick“.

in solchen gesprächen erwähne ich dann, dass gefühle nicht der maßstab für die umsetzung von ideen und pläne sind. ich sage, dass arbeit nerven kann und mitunter ziemlich hart ist. manchmal ernte ich dafür einen missbilligenden blick. manchmal.

heute morgen kam ich mit einer langen liste ins LifeHouse. kreative arbeit. ideen und pläne. aber - kein magischer moment. stattdessen tropfte das wasser von der wand. dunkle wasserflecken, die keiner übersetzung bedürfen. wasserrohrbruch. nächste runde. darauf erst mal einen kaffee. während die maschine lief, kamen die ersten handwerker. irgendwann fiel mir ein, dass der kaffeeautomat nicht abgestellt wurde. zumindest nicht von mir. ich rase in die küche und die sauerei kommt mir entgegen. es macht spaß, kochend heißen kaffee aufzuwischen. dann schnell die mails verschicken. aber - kein w-lan. meine innere temperatur dürfte auf gleichem level wie die des kaffees liegen.

vor mir liegt meine kreative to-do-liste. ich könnte sie ins eck werfen. an meine vorschläge, die ich in gesprächen weitergebe, denke ich in diesem moment natürlich nicht. „zufällig“ lese ich in seth´s blog: „do your work. ignore the feelings part and the work will follow!“ das sitzt. meine güte, wie recht er hat. es sind ja die selben worte, die ich sonst den anderen sage. heute brauch´s ich. deshalb: danke, seth!

und dann schickt mir ne freundin auch noch einen link zu xavier. „alles kann besser werden“. stimmt. deshalb: danke kristin :-)

wünsche euch allen eine gute woche. und viele hilfreiche gespräche, mails und… keinen wasserrohrbruch.

3 Antworten zu “fühl mich grade nicht danach…”

  1. starbucks sklave sagt:

    ins starbucks sollte man sich so und so nicht setzen.
    abgesehen davon ,dass die preise sich eh kaum einer leisten kann, sind die noch nicht mal gerechtfertigt. wenn es wenigstens fair gehandelter kaffe bei solchen preisen wär. nix da. nur 10% vom kaffe bei starbucks ist fairtrade. und abgesehen davon, dass die kaffepreise seit den 80ern um 50% gesunken sind, ist auch fair trade keine faire sache. und abgesehen bei einem stundenlohn von etwa 6,60€ (genaue zahlen leider vergessen), davon können höchstens studenten leben. netto kommt da unterm strich 1000€ im monat raus. für den stressigen job ist das einfach lächerlich. abgesehen davon, wenn man sich die lohnpolitik anschaut, die starbucks in den USA betreibt. Krankenversichert? von wegen. Da werden einfach Verträge von 19,45 h ausgemacht. 15 min. mehr, und auch der amerikaner wäre krankenversichert. zum glück ist das noch nicht in d. so.

    wie sollen einem bei starbucks da bitteschön kreative gedanken kommen???
    okay, kreative gedanken in sachen arbeitskampf vielleicht …

  2. kristaliana sagt:

    Aber gerne, Thomas!;o) Ich kenne diese Zeiten auch nur allzu gut.
    Da muss man sich dann “einfach nur” vor Augen halten, dass diese Tage meist nur einen klitzekleinen Teil unseres Lebens ausmachen.

    Ich hoffe, dass der Wasserrohrbruch inzwischen gehandelt werden konnte und der Rest der Woche einfach “im Flow” sein wird!

    Liebe Grüße auch von Jutta und der Meersau “Mala”!
    Kristin

  3. Christina sagt:

    Dir einen besseren Dienstag, als der Montag war und eine gute Rest-Woche.
    Übrigens, nasse Wände gibt’s auch bei uns – vom Schnee, der nicht AUF dem Dach, sondern IM Dach getaut ist. Doch wie ist das Zeug da rein gekommen? Die undichte Stelle habe ich bis jetzt noch nicht gefunden. Wiederholung ist also vorprogrammiert.

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