kaputter ausländer

hin und wieder gibt´s hier im blog zitate aus den mails, die in meinem postfach eintrudeln. natürlich immer mit der entsprechenden genehmigung…

heute morgen schrieb mir jemand: „hast du zeit für einen kaputten ausländer?“

die mail las ich exakt zu dem zeitpunkt, als ich von einer größeren abschleppaktion wieder nach hause kam. einer unserer jungs blieb nachts mit dem auto liegen - ein ausgehungerter marder frass sich durch die verkabelung im motorraum. morgens schleppten wir das auto dann mit warnblinklicht und abschleppseil durch den berufsverkehr bis hin zur werkstatt unseres vertrauens.

was den „kaputten ausländer“ betrifft… der muss nicht abgeschleppt werden. es ist seine freie entscheidung, über das, was ihn „kaputt“ macht, zu sprechen. genausowenig muss er durch den berufsverkehr, er hat kein abschleppseil um den hals und hält auch keine taschenlampe in der hand, mit der er leuten, die ihm auf dem gehweg entgegenkommen, warnsignale gibt. kein mensch sieht ihm an, dass er „kaputt“ ist. rein äußerlich funktioniert er. und drinnen tobt der kampf. gut, dass er kommt. ausländer hin oder her.

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