Sehnsucht

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Bis zu einem bestimmten Punkt lässt sich die eigene Sehnsucht unterdrücken. Wegsperren. Und nicht selten passiert´s, dass man sich seiner Sehnsucht, seiner Wünsche und sogar seiner Bestimmung gar nicht mehr erinnert. Heftig wird´s dann, wenn jemand anderes den entscheidenden Tipp gibt, dass das gerade gelebte Leben nicht dem der eigenen Möglichkeiten entspricht.


Eine Antwort zu “Sehnsucht”

  1. Christina sagt:

    „Es war einmal …“, so fangen viele Märchen an. Doch das hier ist kein Märchen. Es ist – so wie im Podcast - eine wahre Geschichte.
    Also es war einmal eine kleine Familie. Zu dieser kleinen Familie gehörten: Der Vater, die Mutter, die Oma und ein kleines Mädchen. Sie lebten in einer gemeinsamen Wohnung, in einem Haus, in einem Dorf. Genauer gesagt am Rand des Dorfes. Schaute man aus dem Fenster, so konnte man den Sportplatz und dahinter den Park sehen. Weiter in der Ferne befanden sich die Gartenanlage, der Rodelberg, die Flussaue und das gegenüberliegende Flussufer. Der Fluss selbst versteckte sich unterhalb des steil abfallenden Ufers. Im Frühjahr, wenn im Gebirge die Schneeschmelze war, schwoll der Fluss mächtig an, ergoss sich in die Flussaue und wurde zum kilometerbreiten Strom. Dann war er auch vom Fenster aus sichtbar.
    Oft stand das kleine Mädchen am Fenster und schaute hinaus. Ihr Blick ging über den Sportplatz, den Park, die Gartenanlage, den Rodelberg, die Flussaue, das gegenüberliegende Flussufer bis weit in die Ferne. Dabei spürte sie immer ein so eigenartiges Gefühl, dass sie sonst in ihrem Leben nicht hatte und deshalb auch nicht weiter kannte. Unbeschreiblich und wunderschön.

    Jetzt, Jahrzehnte später, weiß ich, dass es Sehnsucht war. Sehnsucht, wie ein Vogel über den Sportplatz, den Park, die Gärten, den Berg und den Fluss zu fliegen. Sehnsucht nach Freiheit, die es sonst in meinem Leben nicht gab. Denn das Leben der „kleinen Familie“ war an eigenen Sicherheiten und Annehmlichkeiten ausgerichtet und festgemacht. Das gesamte Leben der Familie war durch Vorgaben, Regeln und Rituale organisiert und strukturiert. Ebenso war das Leben in der Schule, der Jugendorganisation und später dann im Beruf durch Vorschriften und Bestimmungen geregelt. Platz für Freiheit und kreative Lebensgestaltung gab es dabei für mich kaum. Durch all das wurden meine Charaktereigenschaften und damit auch mein Lebensstil geprägt. Diesen Lebensstil habe ich auch dann noch beibehalten, als ich Jesus in mein Leben aufgenommen hatte. So wie der im Podcast beschriebene Adler, flog auch ich immer wieder nur von einer Sicherheit zur nächsten. Thomas ist das damals aufgefallen und er hat mich ermutigt, meine selbst geschaffenen Sicherheiten aufzugeben und mich total auf Gott zu verlassen. So habe ich langsam begonnen meine „Flügel“ auszubreiten und erste „Flugversuche“ zu machen. Dadurch und dabei habe ich gelernt, mich ganz auf Gott einzulassen. Und da war es wieder, das Gefühl aus meiner Kindheit, das noch ganz tief in mir drin existierte – unbeschreiblich und wunderschön: Freiheit! :-)

Eine Antwort hinterlassen