Hallo! Ich heiße Waldi und bin 29 Jahre alt.
Vor neun Jahren hatte ich eine tiefe Krise. Meine Familiensituation war nicht immer leicht, weswegen ich schon früh ziemlich große Minderwertigkeitsgefühle hatte.
Ich hatte verschiedene Freundeskreise, der eine bestand aus „Kiffern“ der andere aus Kindern gutbürgerlicher Leute. Aber uns verband das Gleiche:
Wir lebten nur von Wochenende zu Wochenende und nahmen eine Party nach der Nächsten mit.
Alles diente zur Flucht vor der Realität. Die in meinem Fall einfach nur leer und sinnlos war. Obwohl ich sehr viele Freunde hatte, fühlte ich mich meistens sehr allein und ungeliebt. Vieles, was ich versuchte, war ein versteckter Schrei nach angenommen sein und Liebe.
Da einige aus meiner Familie Christen waren, kam ich immer wieder mal mit dem Christsein in Berührung. Ich empfand die meisten Christen als öde, stressig und realitätsfern. Ich wollte mein Leben leben und genießen, genießen, genießen …, also versuchte ich es mit Drogen, trank viel Alkohol und verdrängte so meine eigentlichen Sehnsüchte. Gleichzeitig merkte ich, wie sich in mir die Leere und Unruhe ausbreitete und mein Leben immer sinnloser wurde.
Irgendwann starben kurz hintereinander zwei Bekannte, die in meinem Alter waren. Ich stellte mir die Frage, wo die beiden jetzt wohl waren, verdrängte diese Fragen aber bald wieder. Alles wurde immer leerer, schlimmer und hoffnungsloser. Bis zu dem Punkt, an dem ich mich als völliger Versager fühlte, mein Aussehen, meine Identität einfach nicht mehr ertragen konnte. Ich hasste mich selbst.
Niemand verstand mich. Mit meinen Freunden hatte ich zwar eine Menge Spaß, aber das half mit nicht aus meiner Sinnlosigkeit.
Ich bekam massive Selbstmordgedanken - war depressiv - überdeckte es allerdings immer mit Witzen und Albernheiten, damit keiner merkte, wie es mir wirklich ging - ich trug überall Masken. Immer wieder hatte ich einfach die Augen zu gemacht und lief über vollbefahrene Straßen, wollte mich aus dem Fenster stürzen usw. … Eines Tages wollte ich ernst manchen und von einem Hochhaus springen. Einerseits hatte ich Angst davor, was nach dem Tod kommen würde, andererseits sah ich einfach keine Hoffnung mehr. Auf dem Dach es Hochhauses fiel mir plötzlich ein Satz ein, den ich mal in einem Kindergottesdienst Jahre zuvor gehört hatte:
„Auch, wenn du dein Leben noch so verbaust, bei Jesus hast Du eine neue Chance“.
Das hatte mich in dem Moment total gepackt. Und es war meine Rettung in größter Not. Heute weiß ich, dass es Gott war, der mir diesen Satz in den Sinn gab. Danach wollte ich herausfinden, was dran war mit diesem Jesus und den verrückten Christen.
Ich besuchte Gottesdienste in einer Freikirche und fing an die Bibel zu lesen. Zu der Zeit lebte ich mit zwei Kumpels in einer WG. Einige Wochen später gab es in der Freikirche Veranstaltungen, bei denen über Jesus gepredigt wurde. Das war das erste Mal, das ich echt verstand, was Jesus mit uns Menschen zu tun hat. Dass er, der Sohn des lebendigen Gottes, mich unheimlich liebt und von allen meinen Sünden befreit hat.
Aber ich war nicht bereit, mein altes Leben ganz aufzugeben und fand es auch irgendwie uncool, ganze Sachen mit Gott zu machen. Ich fragte mich, was wohl meine Freunde dazu sagen würden?
Nach und nach merkte ich, dass das, was in der Bibel steht, wirklich die Wahrheit ist, mich persönlich meint und dass sich einiges in meinem Leben ändern muss. Ich ging dieses Risiko ein. Ich schmiss viele meiner alten CD´s weg, die eindeutig Texte hatten, die gegen den Glauben waren. Und ich fing an, persönliche Erfahrungen mit Gott zu machen.
Mein Leben ist seither nicht nur von Höhenflügen geprägt. Aber rückblickend kann ich sagen, dass ein Leben mit Jesus das Beste ist, was mir je passiert konnte. Mittlerweile bin ich verheiratet und einfach nur froh, dass Jesus meinem Leben eine Wende gab und ich nun echte Hoffnung und den Sinn des Lebens gefunden habe.
Wenn Du vielleicht wie ich damals, in einer ähnlichen Situation steckst, dann hoffe ich, dass Du über diesen Jesus nachdenkst. Fang an, in der Bibel zu lesen. Gott nimmt dich ernst und du wirst sehen, dass es stimmt:
Wer Gott von Herzen sucht, von dem wird er sich finden lassen!

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