Wie alles begann …

Als Gott den Menschen schuf, gab er ihnen über das instinktive oder triebhafte Handeln der Tiere hinaus einen eigenen Verstand. Er schuf sie somit nicht als Marionetten sondern als Geschöpfe, die ihm selber ähnlich waren. Gott gab dem Menschen Fähigkeiten, die er selber besitzt. Wie die Fähigkeit zu lieben, zu denken, kreativ zu sein oder sich zu entscheiden.
Die allerersten Menschen, Adam und Eva, lebten auf der von Gott perfekt geschaffenen Erde in einem paradiesischen Garten. Es gab keinen Streit, keinen Krieg, keine Tränen, kein Unrecht und kein Leid. Die beiden lebten in friedevollem Einklang mit der Natur und in einer persönlichen, liebevollen Beziehung zu Gott. Adam und Eva konnten Gott face to face sehen, mit ihm reden, ihn anfassen.

Bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem sich Eva vom Teufel der in Gestalt einer Schlange auftrat, verführen ließ. Gott hatte ein einziges Gebot gegeben und zwar, die Frucht eines bestimmten Baumes nicht zu essen. Mit fadenscheinigen Aussagen überredete die Schlage Eva, trotzdem von der Frucht zu essen. Sie aß von der Frucht und gab sie auch Adam. Somit wurden die ersten Menschen das erste Mal schuldig. Die Konsequenzen dieser Tat waren für beide schrecklich. Sie fühlten sich das erste Mal in ihrem Leben schuldig, hatten ein schlechtes Gewissen und versteckten sich vor Gott. Gott erklärte ihnen die Folgen ihres Handelns und verweigerte ihnen fortan den Zugang zu dem Garten.

Es zog etwas in ihrem Leben ein, dessen Existenz ihnen bis dahin unbekannt war. Der Tod. Gott, der sie als unsterbliche Wesen geschaffen hatte, gab sie als Konsequenz ihres Handels dem Tod preis. Ihre bis dahin auch unsterblichen Körper wurden Opfer des Alterungsprozesses, während ihre Seele unsterblich blieb. Aber ihre bis dahin innige Beziehung zu Gott, ihrem Schöpfer war unwiederbringlich zerstört.

Die Kinder Adams und Evas, deren Kinder und alle Generationen danach hatten mit der Anwesenheit und Existenz von Sünde und der Folge daraus, dem Tod, zu kämpfen. Im Laufe der Zeit verblassten die Erinnerungen an Gott. Der Teufel fing an, das Denken der Menschen zu beherrschen, sie zu manipulieren und dafür zu sorgen, dass sie möglichst wenig über Gott nachdachten. Die Folgen waren entsetzlich. Jeder lebte nach eigenen Vorstellungen und Maßstäben.

In den Jahrhunderten nach der tragischen Entscheidung Adams und Evas knüpfte Gott immer wieder mit Menschen an, die nach ihm fragten und bereit waren, nach seinen Maßstäben zu leben. Gott erwählte sich ein Volk, Israel, und offenbarte sich ihnen als Gott. Aber auch die Israeliten wurden immer wieder schuldig.

Der Ausweg aus dem Kreislauf von Schuld, Tod und der ewigen Trennung von Gott, fand sich in Jesus Christus, Gottes Sohn.

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