Mit ‘angst’ getaggte Artikel

Auch dann

Wenn die Anforderungen des Alltags mir jeden Tag schwerer erscheinen  lassen, wenn sich der Berg ungelöster Fragen immer höher erhebt, wenn mir die Gedanken an Morgen manchmal den Atem rauben – auch dann ist Gott da.

Wenn ich am Ende meiner Kraft angekommen bin, wenn ich schmerzhaft meine Grenzen erkenne, wenn sich dunkle Tage aneinanderreihen und kein Ende in Sicht ist – auch dann ist Gott da.

Mitten in meiner Begrenzung, in ungelösten Fragen und der Überforderung, im Leid, in schweren Stunden und in der Angst - auch dann ist Gott da.

Was für manche wie eine religiöse Krücke aussieht, ein hilfloses Zugeständnis, Ohnmacht oder Flucht vor der Realität ist für mich zur absoluten Gewissheit geworden – Gott ist da.

die anti-angst-choreographie.

alles so schön blauwir haben uns die perfekte anti-angst-choreographie zugelegt: morgens weckt uns das fröhliche lied aus dem radiowecker, im web blenden wir die schlechten nachrichten weg, nachmittags geben wir uns die uralt-serien und abends läuft der dsds-rückblick von rtl: annemarie zickt durch die republik und holger trainiert den hüftschwung. immer schön locker bleiben. bloß keinen stress machen. und überhaupt - was interessieren uns die amerikaner und ihre superschulden?!? sind wir amis?!? na also, ist doch alles in bester ordnung. und wenn opel dicht macht fahren wir vw. oder so. 

(blaue) brille aufziehen und immer schön in die sonne blinzeln. 

blöd, dass die gerade urlaub macht. also: nix mit sonne, nix mit blinzeln. es schüttet ohne ende und seit heute nachmittag rieselt das weiße zeug vom himmel. nicht mal der frühling hat bock, bei uns zu bleiben. fehlt nur noch, dass die kraniche wieder umdrehen und zurück in den süden fliegen.

ist schon so… - wir können voll einen auf distanz machen. es tangiert uns, wenn überhaupt, nur peripher was grade so läuft und wir haben genug mit unserem eigenen leben am start. wenn‘s dann dicke kommt, kriegen wir die panik und greifen nach den strohhalmen, die grade so rumstehen. diese strohhalme haben namen. einer davon heißt jesus. 

wehe, wenn dieser „strohhalm-jesus“ nicht das macht, was wir wollen. oder brauchen. oder beides. wenn der nicht so funktioniert, dann kommt die große keule aus dem sack. und dann gibt‘s so aussagen, die jemand als kommentar gepostet hat: „ohne jesus war das leben genauso scheiße wie mit jesus“. 

da hat wohl jemand nach dem strohhalm-jesus gegriffen. nach dem „wünsch-dir-was-und-ich-mach-was-draus-Jesus“ - strohhalm. 

in den nächsten tagen gibt‘s den neuen podcast. auch für brillenträger. die blauscheibenbrillenträger.

aaaahhh!!

stell dir vor, du… - da denkst du an nichts böses, schlenderst durch ein - wie immer - megavolles geschäft, drehst dich um… und glotzt plötzlich diesem weißhirsch direkt in die augen. und weil du gerade mit deinen gedanken irgendwo ganz anders unterwegs und so gar nicht auf weißhirschkonfrontation ausgerichtet warst… entfleucht dir ein kurzes aber lautes „aahh!“

kaum hast du kurz aufgeschrien, ist es dir auch schon wieder peinlich. wer hat schon schiss vor nem steiff-tier in orignialgröße? zaghaft willst du dieses monster in weiß berühren, als just in diesem moment jemand kichert. vorsichtig linst du in den spiegel der hinter dem hirschverschnitt hängt, und du siehst zwei 13 oder 14jährige mädels. kichern. peinlich. wirklich peinlich.

ok, wahrscheinlich kennst du solche situationen überhaupt nicht. weil: dich kann nichts und niemand umhauen. erschrecken. zusammenzucken lassen.

glückwunsch.

es gibt leute, die offensichtlich ihre nerven nicht so gut im griff haben ;-)

im nächsten LifeTune (ab freitag mittag online) gibt´s die geschichte von ein paar leuten, die sich vor nichts und niemand fürchteten. dachten sie… und dann kam alles ganz anders. allerdings muss man ihnen zugute halten, dass ihnen KEIN ausgestopftes kinderspielzeug gegenüberstand. aber morgen gibt‘s mehr dazu.