Mit ‘Bibel’ getaggte Artikel

Toast it!

sw_toast_2Schon mal altes Toast gegessen? Solches, das zwar nicht schimmelig, aber trotzdem schon seit Wochen abgelaufen ist? Ich hab´s mal probiert! Es  schmeckt wie eine Komposition aus alten Socken und einer Handvoll Mehl …

Abgelaufen, leicht angeranzt und tendenziell zu alt sind Prädikate, die einigen einfallen, wenn sie an Gott denken. Veraltet, muffig und eigentlich nur noch zum Wegwerfen tauglich. Nicht alltagskompatibel. „Ich glaube an Moleküle und Atome“, erklärte mir eine junge Studentin. „Mathematik und Physik sind feste Größen, Gott ist für mich nur irgendwas da oben.“

Ich bin dankbar, dass Gott für mich viel mehr ist als „irgendwas irgendwo oben“. Ich habe ihn persönlich kennengelernt. Gott ist, genauso wie seine Aussagen in der Bibel weder abgelaufen noch veraltet und schon gar nicht muffig. Sondern quicklebendig und erfrischend anders.

Neulich beim Friseur

friseurDie junge und sympathische Friseurin begutachtete kritisch meine Haare und hatte dann auch schnell Verbesserungsvorschläge zur Hand ;-). Während sie anfing an mir rumzuschnipseln kamen wir ins Gespräch. Sie erzählte, dass sie einige gescheiterte Beziehungen hinter sich habe, in die sie viel sehr investiert hat. Scheinbar wollten Männer heute aber mehr Freiheit in einer Beziehung, statt wert auf eine Frau zu legen, die sich auf Dauer binden will. Inzwischen glaube sie nicht mehr, dass es überhaupt noch funktionierende Beziehungen oder gar Ehen gibt. In ihrem Freundeskreis haben sich die ersten Paare aufgrund ehelicher Untreue schon wieder scheiden lassen und das hätte ihr auch die letzten Illusionen geraubt.

Ich kann sie gut verstehen. Manchmal erschrecken mich diese Dinge auch. Ich habe ihr erzählt, dass ich Christ bin und viele meiner Freunde auch. Wir versuchen nach den Maßstäben der Bibel zu leben und haben schon oft festgestellt, dass sie das beste „Handbuch für gelungene Beziehungen“ ist, das es gibt.

Wie uncool …

… mit 15 noch keinen Sex gehabt zu haben. Oder noch keine feste Beziehung. Da muss doch was nicht stimmen. Das kann nicht normal sein. Vielleicht ein erstes Anzeichen für Homosexualität. Oder totale Verklemmtheit. Aber ganz sicher ist es nicht normal.

… noch nie Drogen genommen zu haben. Nicht mal ne kleine Tüte geraucht zu haben. Oder noch nie betrunken gewesen zu sein. Klingt auch nicht normal. Es ist doch wichtig, seine Grenzen auszutesten.

Es wäre alles so einfach und cool, blieben da nicht die offenen Fragen. Warum man sich nach dem Sex vor der Ehe oft schlecht fühlt. Sich um Erfahrungen ärmer und nicht reicher fühlt. Oder warum der Absturz nach dem high sein so lange schmerzt. Warum manche grenzüberschreitende Entscheidung statt der erwarteten Freiheit innerlich total beengt.

Die Bibel ist ein Buch, in der Gott unter anderem Antworten auf diese Fragen liefert. Gedanken, die, wie er selber sagt, zum Frieden und nicht zum Unglück führen. Ich habe mich mit den Antworten Gottes oft beschäftigt. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto cooler finde ich sie.

Das Leben.

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Ich mag die Bibel, weil sie das Leben so zeigt, wie es wirklich ist. Sie beschönigt nichts, viele Geschichten haben kein Happy End. Es wird nichts weich gezeichnet, verschleiert oder durch die Blume gesagt. In der Bibel findet sich die ganze Bandbreite menschlichen Versagens. Und deren Auswirkungen. Ungeschminkt und manchmal schmerzvoll.

An keiner Stelle werden falsche Versprechungen gemacht. Nirgendwo steht, dass ein Leben mit Gott finanzielle Vorteile hat. Oder, dass ein Leben mit Gott ein Leben ohne Probleme, ohne Leid, ohne Schmerzen oder ohne Konflikte ist. Gestern erzählte mir jemand, dass er bald arbeitslos wird. Er hat eine hässliche Scheidung hinter sich und steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Eine Freundin von mir hat Krebs, eine andere hat ihr Baby verloren. Ein Freud wurde in seiner Kindheit sexuell missbraucht, einer ist so krank, dass er nicht weiß ob jemals wieder gesund wird.

Alle diese Menschen sind Christen und leben mit Gott. Und das nicht, weil Gott ihnen die Probleme vom Hals hält, das tut er nämlich nicht. Sie schweben auch nicht auf einer Wolke wohlig warmer religiöser Gefühle. Sie sind, wie die Menschen, deren Leben die Bibel beschreibt, dem nüchternen Alltag ausgesetzt mit seinen schönen aber auch grausamen Momenten.

Was diese Menschen an Gott festhalten lässt, was mich persönlich an Gott festhalten lässt, ist die tiefe Gewissheit, dass Gott jeden Augenblick unseres Lebens bei uns ist. Und aus ihm und seiner erlebbaren Gegenwart schöpfen wir Kraft, Mut und Zuversicht für unseren Alltag.

Trost durch Gott? Wie denn?!?

So lautete ein Kommentar zum LifeHouse Podcast „Trost“. Ich finde die Frage gut. Das liegt daran, dass ich es generell gut finde, wenn Leute nicht einfach den Wackeldackel spielen und alles ungefragt abnicken. Und es liegt auch daran, dass ich der Meinung bin, es gibt nicht Besseres, als sich Gedanken über Gott zu machen.

Dabei ist die Frage nach dem “wie”einfach und gleichzeitig schwer zu beantworten. Einfach, weil Gottes Tröstungen so vielseitig, kreativ und liebevoll sind, dass ein kurzer Blogeintrag wie dieser nur einen Bruchteil dessen wiedergeben kann. Und aus denselben Gründen ist es auch schwer zu beantworten. Weil es eben nicht DIE eine Möglichkeit oder DIE eine Sache gibt, durch die Gott tröstet.

An dieser Stelle also nur eine von vielen Dingen, wie Gott tröstet. Ich möchte hierfür David zu Wort kommen lassen. David lebte ca. 1000 vor Christus und viele Kapitel der Bibel erzählen von seinem Leben. Er ist auch der Verfasser etlicher Gedichte und Lieder. Er beschreibt Gottes Tröstung so:

„Als quälende Sorgen mir Angst machten, haben Gottes Worte mich beruhigt und getröstet.“ (Die Bibel, Psalm 94 Vers 19) An einer anderer Stelle drückt er es so aus:

„Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort, Gott, mich belebt.“
(Psalm 119 Vers 50)

David meinte damit, dass er durch das Lesen von Gottes Wort getröstet wurde. Wir würden heute formulieren, durch das Lesen der Aussagen Gottes in der Bibel können wir von Gott getröstet werden.

flug 1549

blogdie spektakuläre landung des jumbos (flug 1549) in new york auf dem hudson river ist ja immer noch gesprächsthema. der pilot wird zurecht als held gefeiert.

kurzer rückblick: als das flugzeug das wasser berührte, war in unmittelbarer nähe des unglücksortes eine fähre unterwegs. sie drehte bei und half bei der bergung der verunglückten passagiere. die leute an bord der fähre hatten natürlich ursprünglich einen ganz anderen plan. doch innerhalb weniger sekunden waren sie in ein unglaubliches geschehen hineinversetzt. einer der jungs auf der fähre (janis krums) zückte sein iPhone und fotografierte dieses bild; es wirkt absolut surreal. ein flugzeug auf dem wasser, leute auf den tragflächen… und alles vor der grandiosen skyline new yorks.

es ist kein geheimnis…. - ich fliege nicht gerne. natürlich begebe ich mich in einen flieger wenn es sein muss…und ich brauche dabei auch keine beruhigungsmittel. trotzdem läuft in meinem kopf immer dieser „was passiert wenn - film” ab: was ist, wenn das triebwerk brennt, der flügel abkracht, der tank explodiert… - noch nie! aber habe ich ein szenario durchgespielt, was passiert, wenn ein schwarm gänse sich ins triebwerk verirrt.

stell dir vor, du sitzt in flug 1549. noch ist das signal zum lösen der sicherheitsgurte nicht erklungen, du schaust runter auf new york und plötzlich erklingt ein dumpfer schlag, das hohe pfeifen des triebwerkes verstummt, die maschine driftet nach links und verliert sehr schnell an höhe. stell dir vor, du schaffst es trotz aufkommender panik, immer noch aus dem fenster zu schauen und siehst den hudson river in rasender geschwindigkeit auf dich zukommen. und dann hörst du die stimme des flugkapitäns aus dem lautsprecher… welche gedanken wären dir in diesem augenblick durch den kopf gegangen? einer der passagiere sagte: viele haben laut gebetet…

ich weiß, das klingt ziemlich theoretisch, und trotzdem:

welche gedanken wären dir in diesem augenblick durch den kopf gegangen?

die bibel greift diesen „worst case“ auf:  „woher wisst ihr denn, was morgen sein wird? was ist euer leben? es gleicht einem kleinen dampfwölkchen, das aufsteigt und sich sogleich wieder auflöst.“ (Jakobus 4,14)