Mit ‘Fragen’ getaggte Artikel

Auch dann

Wenn die Anforderungen des Alltags mir jeden Tag schwerer erscheinen  lassen, wenn sich der Berg ungelöster Fragen immer höher erhebt, wenn mir die Gedanken an Morgen manchmal den Atem rauben – auch dann ist Gott da.

Wenn ich am Ende meiner Kraft angekommen bin, wenn ich schmerzhaft meine Grenzen erkenne, wenn sich dunkle Tage aneinanderreihen und kein Ende in Sicht ist – auch dann ist Gott da.

Mitten in meiner Begrenzung, in ungelösten Fragen und der Überforderung, im Leid, in schweren Stunden und in der Angst - auch dann ist Gott da.

Was für manche wie eine religiöse Krücke aussieht, ein hilfloses Zugeständnis, Ohnmacht oder Flucht vor der Realität ist für mich zur absoluten Gewissheit geworden – Gott ist da.

Ist Gott taub?

sonne_im_gegenlichtWenn es wirklich einen Gott gibt, dann muss er taub sein. Oder blind. Oder beides. Denn wie kann ein Gott, der von sich behauptet ALLE Macht zu haben so viel Leid auf der Erde zulassen? Hört er nicht richtig hin? Sieht er weg? Oder sind ihm am Ende doch die Hände gebunden?

Vergangene Woche berichtete die Presse vom Schicksal der zwei Bibelschülerinnen aus Brake. Sie hatten sich im Rahmen ihrer Ausbildung für ein Praktikum im Jemen entschieden und wurden dort aufgrund ihres Glaubens an Gott umgebracht. Wo war Gott da? Ist er nicht mal in der Lage auf seine eigenen Leute aufzupassen? Wie passen solche Umstände mit den Aussagen der Bibel zusammen, in denen von Ruhe und Frieden die Rede ist?

Immer wieder höre ich solche oder ähnliche Aussagen. Ich finde die Fragen berechtigt, vor allem, wenn es Fragen sind und keine Anklagen. Und Fakt ist, ich verstehe häufig nicht, warum schreckliche Dinge passieren, noch habe ich Antworten auf alle Fragen. Fakt ist aber auch, dass Gott Stellung bezieht und sich diesen Fragen stellt. Und wenn man ihm zuhört, erscheinen manche Dinge in ganz neuem Licht.

Why?

fragezeichen1Zwei Tage nach dem Amoklauf in Winnenden sind bereits über 1000 Videos zum Thema auf Youtube hochgeladen worden. Es werden entsetzte Schüler gezeigt, die Angst haben wieder in die Schule zu gehen. Man sieht verzweifelte Eltern, die sich um die Sicherheit ihrer Kinder sorgen und ratlose Politiker, die nicht wissen, wie sie den nächsten Amoklauf verhindern können. Entsetzen, Angst und Fassungslosigkeit sind die Begriffe, die in jedem Bericht immer wieder auftauchen. Und über allem steht die Frage: „Warum?!“

Der LifeHouse Podcast beschäftigt sich auch mit dieser Frage. Warum passieren so schreckliche Dinge, warum passieren sie mir und warum verhindert Gott das nicht?

Trost durch Gott? Wie denn?!?

So lautete ein Kommentar zum LifeHouse Podcast „Trost“. Ich finde die Frage gut. Das liegt daran, dass ich es generell gut finde, wenn Leute nicht einfach den Wackeldackel spielen und alles ungefragt abnicken. Und es liegt auch daran, dass ich der Meinung bin, es gibt nicht Besseres, als sich Gedanken über Gott zu machen.

Dabei ist die Frage nach dem “wie”einfach und gleichzeitig schwer zu beantworten. Einfach, weil Gottes Tröstungen so vielseitig, kreativ und liebevoll sind, dass ein kurzer Blogeintrag wie dieser nur einen Bruchteil dessen wiedergeben kann. Und aus denselben Gründen ist es auch schwer zu beantworten. Weil es eben nicht DIE eine Möglichkeit oder DIE eine Sache gibt, durch die Gott tröstet.

An dieser Stelle also nur eine von vielen Dingen, wie Gott tröstet. Ich möchte hierfür David zu Wort kommen lassen. David lebte ca. 1000 vor Christus und viele Kapitel der Bibel erzählen von seinem Leben. Er ist auch der Verfasser etlicher Gedichte und Lieder. Er beschreibt Gottes Tröstung so:

„Als quälende Sorgen mir Angst machten, haben Gottes Worte mich beruhigt und getröstet.“ (Die Bibel, Psalm 94 Vers 19) An einer anderer Stelle drückt er es so aus:

„Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort, Gott, mich belebt.“
(Psalm 119 Vers 50)

David meinte damit, dass er durch das Lesen von Gottes Wort getröstet wurde. Wir würden heute formulieren, durch das Lesen der Aussagen Gottes in der Bibel können wir von Gott getröstet werden.