Autor: Miri | Tags: Gedanken, jesus, Stille | Kategorie: Blog
Gestern hab ich meine Oma im Krankenhaus besucht. Als ich nach kurzem Klopfen ihre Zimmertür öffnete, spähte in ein völlig leeres Zimmer! Keine Oma, kein Bett, keine Zimmernachbarin. Die Krankenschwester erklärte mir dann, dass meine Oma gerade zu einer Untersuchung weg sei, aber in ein paar Minuten wiederkommen würde.
Krankenhäuser sind ja generell etwas trostlos, aber in einem völlig leeren Krankenhauszimmer zu sitzen, ist besonders übel. Nach einigen Minuten ging dann die Tür auf und die Zimmernachbarin wurde reingeschoben. Ich hatte diese Frau nie zuvor gesehen, aber sie schien kein bisschen über meine Anwesenheit verwundert zu sein und fing sofort an, mir ihre komplette Krankengeschichte zu erzählen. Gleichzeitig versuchte sie, einen Radiosender ihres selbst mitgebrachten Radios einzustellen. Nach 10 verrauschten
Minuten erklärte sie mir dann, dass sie Stille absolut nicht ertragen könne, und drehte weiter an den Knöpfen …
Stille nicht ertragen können. Selbst dann nicht, wenn man von einer anstrengenden Untersuchung zurückkommt und im Krankenhaus liegt. Stille nicht ertragen zu können hat allerdings wenig, bis gar nichts mit Krankenhäusern zu tun. Stille ist auch schwer nach einem Streit zu ertragen, noch schwerer, wenn jemand Schluss gemacht hat die Haustür ins Schloss fällt. Wenn es still um uns herum wird, haben unsere Gedanken die Chance, schrecklich laut zu werden. Schuldgefühle, ein schlechtes Gewissen, verpasste Gelegenheiten, eine unfreundliche Begegnung, die unangenehme Erfahrung, das alles kommt schnell hoch, wenn es still um uns wird. Nur wenige verbinden Stille mit Frieden und Ruhe. Obwohl es genau das ist, wonach sich viele aufrichtig sehnen.
Jesus Christus, der Sohn Gottes sagt mitten in unser Gedankenchaos und unsere aufgewühlten Herzen folgendes:
„Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Lasst euch von mir in den Dienst nehmen, und lernt von mir! Ich meine es gut mit euch und sehe auf niemanden herab. Bei mir findet ihr Ruhe für euer Leben. Mir zu dienen ist keine Bürde für euch, meine Last ist leicht.”