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eis - zeit

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vergangenenes wochenende hatte ich das vergnügen, eine expedition über die außenalster zu erleben. unter fachkundiger leitung ging´s zuerst an den obligatorischen getränke- und imbissständen vorbei - dann der erste schritt aufs eis. alles fest. zweiter schritt. alles fest. spätestens ab diesem moment kam ich mir vor wie shackelton. der hat immerhin 635 tage im und auf dem eis überlebt. ab dem dritten und vierten schritt ging´s dann problemlos. fast schon ein historischer moment: der hamburger hatte zum letzten mal vor dreizehn jahren eis auf seinem „teich“.

rechts im bild das hotel „atlantic“. dort hat altrocker udo lindenberg seine suite. vielleicht verhilft ihm dieser ungewohnte anblick zu kreativen höhenflügen. den hörer wird´s erfreuen…

in ein paar monaten werde ich wieder dort stehen. dann, wenn meine predigt vorbei, das ereignis zu ende ist, baue ich mich noch einmal an der gleiche stelle auf. dann gibt´s kein eis mehr. sonne und licht haben bis dahin zeit, den panzer zu sprengen und zu verflüssigen. ich bin mir sicher, dass sie ganze arbeit leisten werden.

ich will dieses bild nicht überstrapazieren… - aber auch in beziehungen, die auf (und unter) eis liegen, braucht es zeit, um den panzer zum schmelzen zu bringen. das geht keinesfalls im stundentakt oder wochenrhytmus. wie wird das bei der außenalster vor sich gehen? die antwort fällt auch für nicht-hamburger nicht schwer: temperatur steigt, die behörde verbietet irgendwann das betreten, die sonne scheint länger, erste risse, die temperatur steigt, eisschollen, größere risse, eisschollentreiben, dann noch ein paar wenige platten und irgendwann: weg das eis.

wer sich in einer solchen eis-zeit befindet, wird einen gezeitenwechsel mit jesus erleben. doch auch hier gilt, dass dieser prozess nicht im sekundentakt passiert. und das ist auch gut so. grandios, dass jesus sich mit uns auf die reise in richtung süden macht. weitere gedanken hörst du im podcast „festgefahren“.