Herbstgefühle
Farbenpracht des Lebens durchzogen vom Sturm.
Gefühle durcheinandergewirbelt.
Schönheit dich gedrängt an Leblosigkeit.
Freude und Schmerz in einem Atemzug.
Hoffnung und Verzweiflung am selben Ast.
Kurzer Sonnenschein taucht alles in Gold.
Die Abenddämmerung kommt früh.
Grauer Alltag überwiegt.
Herbst.
Jesus sagt zu seinen Nachfolgern: „Ich bin bei euch, alle Tage, bis an der Welt Ende!“ Alle Tage. Alle Tage schließt Frühlingsgefühle und Verliebtsein mit ein. Auch den Winter der Seele, die in Traurigkeit erstarrt. Das sprühende und leichte Sommerleben genauso wie den Herbst. Wo Gefühle Achterbahn fahren, Gedanken Purzelbäume schlagen und der Sturm heftig tobt.
Die Gewissheit, dass Jesus in jeder Jahreszeit und Lebenslage bei mir ist, gibt meinem Leben Sicherheit. Eine Sicherheit, die auf verlässlichem Fundament steht und Herbststürme aushält.

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… fehl am Platz! Ins Bild reinretuschiert. Wie eine Vorlage für ein „was ist hier zu viel?“ Bild. Ich sah sie mit ihrem Wägelchen neulich an einer belebten Bundesstraße entlang laufen. Weit und breit kein Gebäude, kein ersichtliches Ziel. Sie wirkte weder hektisch noch kopflos, von Weitem sah es so aus, als würde sie ihren Putzwagen jeden Tag ohne ersichtlichen Grund einfach spazieren fahren.
Point of no return. Kennst du den? Hast du schon mal so was erlebt? Der Punkt in deinem Leben, an dem du merkst, dass es kein Zurück mehr gibt und sich alles verändert. Festgefahrene Strukturen brechen auf. Die Sicherheit, auf die du immer vertraut hast - dahin. Aufgelöst. Verschwunden. Und jetzt? Gähnende Leere und ein tiefer Abgrund. No hope, no future. Exakt diesen Punkt habe ich am 22. Februar 2005 erreicht; an diesem Tag hat mir meine Frau erklärt, dass sie mich verlassen wird.
Nein! Meiner ist es nicht! Allerdings weiß ich ganz genau, wie es ist, wenn man den Auspuff verliert. Nach einem kurzen, unangenehmen Knirschen gefolgt von einem noch unangenehmeren Schleifgeräusch schwillt die Lautstärke des Autos auf irgendwas zwischen Trecker und Düsenjet an. Jeder im Umkreis von ein paar Kilometern weiß, dass sich da ein Auspuff verabschiedet hat … Ich habe gelernt, selbst die begnadetsten Schrauberlinge unter der Sonne können dann nur kurzfristig helfen.

