Mit ‘Hoffnung’ getaggte Artikel

Herbstgefühle

herbstFarbenpracht des Lebens durchzogen vom Sturm.
Gefühle durcheinandergewirbelt.
Schönheit dich gedrängt an Leblosigkeit.
Freude und Schmerz in einem Atemzug.
Hoffnung und Verzweiflung am selben Ast.
Kurzer Sonnenschein taucht alles in Gold.
Die Abenddämmerung kommt früh.
Grauer Alltag überwiegt.
Herbst.

Jesus sagt zu seinen Nachfolgern: „Ich bin bei euch, alle Tage, bis an der Welt Ende!“ Alle Tage. Alle Tage schließt Frühlingsgefühle und Verliebtsein mit ein. Auch den Winter der Seele, die in Traurigkeit erstarrt. Das sprühende und leichte Sommerleben genauso wie den Herbst. Wo Gefühle Achterbahn fahren, Gedanken Purzelbäume schlagen und der Sturm heftig tobt.

Die Gewissheit, dass Jesus in jeder Jahreszeit und Lebenslage bei mir ist, gibt meinem Leben Sicherheit. Eine Sicherheit, die auf verlässlichem Fundament steht und Herbststürme aushält.

Irgendwie wirkt sie …

putze1… fehl am Platz! Ins Bild reinretuschiert. Wie eine Vorlage für ein „was ist hier zu viel?“ Bild. Ich sah sie mit ihrem Wägelchen neulich an einer belebten Bundesstraße entlang laufen. Weit und breit kein Gebäude, kein ersichtliches Ziel. Sie wirkte weder hektisch noch kopflos, von Weitem sah es so aus, als würde sie ihren Putzwagen jeden Tag ohne ersichtlichen Grund einfach spazieren fahren.

Mir schoss ein Gespräch aus den letzen Wochen durch den Kopf. Da sagte mir jemand, dass er auch nicht genau wüsste, wohin. Allerdings nicht geografisch sondern mit dem Leben. Er fühle sich fehl am Platz. Nicht richtig zugehörig. Nutzlos. Überflüssig. Keine Ausbildung, keine Freunde, keinen Schulabschluss. Und keine Perspektive.

Wo ist Jesus, wenn sich die Hoffnung verabschiedet hat? Und das Ziel aus dem Blick verschwunden ist?

Mein Leben

georgPoint of no return. Kennst du den? Hast du schon mal so was erlebt? Der Punkt in deinem Leben, an dem du merkst, dass es kein Zurück mehr gibt und sich alles verändert. Festgefahrene Strukturen brechen auf. Die Sicherheit, auf die du immer vertraut hast - dahin. Aufgelöst. Verschwunden. Und jetzt? Gähnende Leere und ein tiefer Abgrund. No hope, no future. Exakt diesen Punkt habe ich am 22. Februar 2005 erreicht; an diesem Tag hat mir meine Frau erklärt, dass sie mich verlassen wird. Hier gehts weiter …

Verloren gegangen

auspuffNein! Meiner ist es nicht! Allerdings weiß ich ganz genau, wie es ist, wenn man den Auspuff verliert. Nach einem kurzen, unangenehmen Knirschen gefolgt von einem noch unangenehmeren Schleifgeräusch schwillt die Lautstärke des Autos auf irgendwas zwischen Trecker und Düsenjet an. Jeder im Umkreis von ein paar Kilometern weiß, dass sich da ein Auspuff verabschiedet hat … Ich habe gelernt, selbst die begnadetsten Schrauberlinge unter der Sonne können dann nur kurzfristig helfen.

Als ich den Auspuff da so vor dem LifeHouse liegen sah, dachte ich an einige Menschen, mit denen ich in den letzten Monaten Kontakt hatte. Sie haben keine Autoprobleme, aber in ihrem Leben ist auch etwas kaputt gegangen. Etwas, das sehr viel weitreichende Konsequenzen nach sich zieht als ein defektes Auto. Sie haben ein kaputtes Herz. Klingt pathetisch, ist es aber nicht. Kaputte Herzen machen auch laute Geräusche, aber niemand kann sie hören. Kaputte Herzen lassen Menschen durchs Leben stolpern, rauben ihnen die Freude, die Fähigkeit zu lieben und letztlich alle Hoffnung. Kaputte Herzen lassen sich besser verbergen aber schlechter reparieren als ein defekter Auspuff.

Ich habe vor vielen Jahren jemanden kennengelernt, der sich mit kaputten Herzen sehr gut auskennt. Er ist in der Lage, jedes noch so kaputte und verletzte Herz zu heilen. Dabei geht es weder um emotionale Pflaster noch religiöse Krückstöcke sondern um echte tiefe Heilung. Mehr …

Wo ist Gott?

In dieser Woche hatten wir Mitarbeiter von LifeHouse mit einigen Menschen Kontakt, deren Leben im Moment von tiefer Traurigkeit und purer Verzweiflung beherrscht wird.

  • Da ist eine 23jährige Frau, die nach einer längeren Beziehung von ihrem Freund verlassen wurde. Er brauche Zeit zum Nachdenken und dabei stehe sie nur im Weg.
  • Jemand anderes erzählte, sie sei mit 16 schwanger geworden und mit 17 habe sie dann das Baby gekriegt. Ihr Freund habe sich auf und davon gemacht. Wer will schon so jung Vater sein?
  • Und einer, Anfang 20 berichtet, dass er sich danach sehnt, mit seiner Mutter zu sprechen. Das ist allerdings nicht möglich. Sie hat sich vor ein paar Jahren umgebracht.

Es gibt Fragen, die sie sie alle gemeinsam haben:
Wenn er wirklich einen Gott gibt, wo ist er dann? Sieht er, wie es mir geht? Und wenn er es zufällig sieht, interessiert´s ihn?

Es gibt sehr viele offene Fragen, die ich auch nicht beantworten kann. Was ich aber mit Sicherheit weiß ist, dass Gott real existiert. Ich habe ihn persönlich kennengelernt. Er sieht nicht nur jeden von uns sondern er liebt jeden Menschen. Und mehr noch, er lässt sich von jedem finden, der ihn mit aufrichtigem Herzen sucht.

Ich habe ein Lied gefunden, die Aufnahme ist zugegeben eher grottig, aber der Text spiegelt genau das wieder. Zu dem Thema gibt es auch einen LifeHouse Podcast.

Lebensträume sind zerbrochen. Friede nur ein schönes Wort und in uns keimt große Sehnsucht nach Liebe und nach Halt. Komm in unsre Welt.

Unsere Zukunft scheint im Dunkeln und die Angst geht ständig mit. Wir brauchen Licht und brauchen Hoffnung. Mitten in der Nacht. Komm in unsre Welt.

Einsamkeit in unserem Tagen, kalte Blicke schaun uns an. Es gibt so viel offene Fragen. Hat das Leben Sinn? Komm in unsere Welt.

In die Kälte ind das Dunkel, du wurdest Mensch in einem Stall. Gott als Kind ganz als klein geworden, so stehst du vor uns. Komm in unsre Welt.

Sieh auf mich sieh auf mein Elend, schenk mir neue Zuversicht. In der Kälte deine Wärme. Ich brauch dich in mir. Ich brauch dich in mir. Komm in meine Welt.