Bad Banks
Nun ist es beschlossene Sache. Die Bundesregierung hat ein Modell zur Entsorgung wertloser Kredite und Wertpapiere abgesegnet. Dabei geht es um Kredite, die Schuldner nicht an die Banken zurückzahlen können. Banken sind für diesen Fall eigentlich gewappnet.
Nimmt allerdings die Zahl der nicht zurückzahlbaren Kredite drastisch zu, kann die Bank die entstehenden Kosten häufig nicht mehr mit ihrem Eigenkapital decken und muss ihrerseits einen Kredit bei einer anderen Bank aufnehmen. Durch die aktuelle Wirtschaftskrise wächst die Zahl der zahlungsunfähigen Bürger und führt vermehrt zu zahlungsunfähigen Banken. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Gift- oder Schrottpapieren“ und diese sollen zukünftig in sogenannte Bad Banks (englisch für „böse Bank“) verschoben werden können.
Beim Nachdenken über Bad Banks fiel mir ein, dass ich selber mal eine Bad Bank besessen habe. Sie war für andere unsichtbar tief in meinem Herzen verborgen. In meine ganz persönliche Bad Bank verdrängte ich alles, was in meinem Leben schlecht lief. Boshafte, gehässige Gedanken, Ungehorsam meinen Eltern gegenüber, meine Selbstsucht, Lügen, Streit mit Freunden, meine Faulheit und vieles mehr. Jeden Tag wuchs mein Kontostand um weitere Positionen an. Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich früher oder später an meinem inneren Schuldenberg kaputt gehen würde.
Ich hatte damals schon viel über Jesus gehört. Auch darüber, dass Jesus Schuld wegnehmen und vergeben kann. Und dass diese vergebene Schuld auf keinem Bad Bank Konto mehr erscheinen würde. An einem Abend habe ich einfach mit Jesus geredet und „Insolvenz angemeldet“. Ich habe ihm alle schlechten Dinge meines Lebens aufgezählt und ihn gebeten, dass er mir vergibt. Und das hat er getan! Ich lebe seither nicht fehlerfrei und unschuldig. Aber ich weiß, dass ich mit meinem Versagen und meiner Schuld zu Jesus gehen kann und er mir immer wieder vergibt.

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