Mit ‘jesus’ getaggte Artikel

weggesperrt

dsc_0199wer die eingefahrenen autobahnen und hauptstraßen österreichs verlässt, wer auf die kleinen nebenstraßen ausweicht und wer dann sogar noch das auto stehen lässt, um sich zu fuß in richtung alm/weide/gipfel aufzumachen, der trifft nach kurzer zeit auf diese kleinen, reich verzierten „minikapellen“. „bildstöcke“ sagen die profis dazu, „marterl“ die einheimischen. aufgemalte heiligenbilder und / oder das jesuskind und / oder der gekreuzigte jesus übermitteln eine wichtige botschaft. vielleicht sind deswegen in sichtweite dieser minikapellen bänke angebracht: der betrachter soll sich zeit nehmen, um über die botschaft, die hier vielfarbig transportiert wird, nachzudenken.

ich hab` mich von einer dieser holzbänke zum ausruhen einladen lassen. habe mir zuerst die bilder angeschaut, dann mir zum gekreuzigten jesus im schoß gottes liegend gedanken gemacht und doch…: irgendwann gelang es mir nicht mehr, über kunstvolle bildchen zu sinieren. der alltag war viel interessanter: die leute, die an dieser minikapelle vorbeizogen, beachteten die heiligen/jesus/Gott oder wenigstens die kapelle überhaupt nicht.

der weggesperrte jesus.

natürlich verliert vieles im lauf der zeit seinen reiz, wird langweilig. und vermutlich war es auch so, dass sich die einheimischen, als dieses gotteshäuschen fertiggebaut war, beim vorbeigehen noch voller ehrerbietung bekreuzigten. heute, über zwanzig jahre später, wird die botschaft kaum noch wahrgenommen. möglich wäre auch, dass sie gar nicht wissen, was es mit diesen bildern auf sich hat.

ich habe mir einige dieser bildchen angesehen. auf keinem, wirklich!, auf keinem dieser bilder wurde jesus in einer feuerwehrmontur gemalt. und auf keinem, wirklich auf keinem! dieser bilder hatte er eine polizeimütze auf. keine kanone in der hand. kein stethoskop um den hals. keine richterrobe umgehängt. keinen blaumann an. auf keinem bild zeigte er sich als mann mit megamuskeln. nix, gar nix. nur dieser dünne mann mit tuch um die lenden. leidend am kreuz oder als baby im arm einer - manchmal - abwesend blickenden frau. mehr nicht.

kann ein solcher jesus meinen alltag verstehen? woher weiß er, wie es ist, wenn die gesundheit nicht mehr zurückkommen will? wie es ist, wenn man einen geliebten menschen verliert? keinen job findet? die frau bei nacht und nebel mit den kindern abgehauen ist? die kinder nichts mehr von mir nichts wissen wollen! weiß das einer, der halbtot am Kreuz hängt oder als säugling - mit heiligenschein und entrückt von dieser welt im schoß einer heiligen die huldigungen der gläubigen entgegen nimmt? wie kann jemand, der so dargestellt wird, wissen, unter welchen bedingungen ich mein leben lebe? und - wenn wir schon dabei sind: woher kann er wissen, wann und welche hilfe ich brauche?!?

wenn ich mir das neue testament vornehme (eine biographie über jesus), dann begegnet mir dort ein jesus, der mitten im leben steht. der wusste, über was gerade im land geredet wurde; welche not herrschte; einer, der sich problemlos verständigen konnte; der lachte; der trauerte; explodierte; streichelte; diskutierte und und und. alles dabei. alles mitgemacht. es war definitiv kein leben hinter der eisentür. damals.

Sehnsucht - Folge 5

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die leiche wird lebendig. erste schritte in die freiheit. und die, dich als tot und begraben abgeschrieben haben, kommen aus dem staunen nicht mehr raus.

blitzheiss

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Ein Podcast über die Helden des Alltags, strafversetzte Polizisten und kleine Radrennfahrer. Und über Leute, die vorzugsweise in der Mikrowelle übernachten.

freunde

vier tage. nur vier tage raus aus dem alltag und schon gibt´s wieder geschichten zu erzählen: von freundschaft, vom hirn auslüften, gott begegnen, kreativität tanken, inspiration und transpiration erleben - alles dabei.

da sitzen drei freunde in einem dieser grandiosen cafés an der nordküste hollands. draußen tobt der sturm, regen klatscht gegen die großen scheiben und drinnen ist es warm und gemütlich. so gemütlich, dass mich nicht einmal die spitze bemerkung des obers nervt, dass sie keinen „latte macchiatto“ haben, sondern ihren „koffie verkeerd“.

als der holländische macchiatto kommt, läuft gerade „radar love“ im radio. uraltrocksong. passt zur stimmung und wir reden und trinken und schweigen. ab und zu wirft einer ein stichwort in die runde, wir reden wieder, lachen, lachen lauter, sind wieder still. zwei ereignisse beenden die gemütlichkeit: zum einen will der inhaber sein café schließen (kurz vor 18.00 uhr!), zum anderen erhalte ich einen dringenden anruf. der inhaber drängt, der anrufer weint und ich stopfe meine zeitung in den rucksack, suche meine jacke. ich klemme das handy zwischen ohrmuschel und linker schulter, versuche meinen rechten arm in den ärmel meiner jacke zu schieben und die steile treppe nach unten zu gelangen. alles gleichzeitig. die freunde sind schon draußen und laufen durch den regen in richtung auto. vor dem café habe ich den kampf gegen die jacke gewonnen und renne den jungs hinterher. immerhin habe ich jetzt eine hand für das handy frei.

eine stunde später…

ist es eine eingebung? ich weiß es nicht… auf alle fälle registriere ich in diesem augenblick, dass ich meine rechung im café nicht bezahlt habe. telefon, ober, café und „raus müssen“ haben dazu geführt, dass ich das zahlen vergessen habe. mir wird ganz komisch. sehe mich schon in u-haft. habe ja keinen festen wohnsitz in holland. überlege, ob ich gleich noch beim café vorbeifahre, um meine schulden zu bezahlen. aber… die haben ja schon zu. ich spüre die hand meines freundes auf meinem oberarm. er grinst. „was ist?“ fragt er. und ich sage zu ihm, dass ich meine rechung nicht bezahlt habe und gleich noch dahin müsse und dass es mir peinlich sei und überhaupt so was noch nie vorgekommen sei und… - er lächelt noch breiter. „alles bezahlt“, lacht er. „alles in ordnung! wieder runterkommen, junge!“

freunde.

das war ein solcher „transpirations-moment“. peinlich, peinlich. und doch gleichzeitig erhebend und beruhigend zugleich. weil: andere denken mit, spüren sich in die situation hinein und helfen schweigend. freunde.

heute, drei tage danach und zahllose gedankenfilme später, fällt mir jesus ein. der bezeichnet sich auch als „unser freund“. noch etwas fällt mir ein: die vielen gespräche mit menschen, die der meinung sind, dass jesus ein polizist sei; einer, der alles sieht und nichts vergisst; einer, der bestraft und sofort die keule aus dem sack holt; einer, der in u-haft nimmt (wie immer das auch aussehen mag). was für ein verschobenes gottesbild.

richtig ist: jesus ist der freund von denen, die an ihn glauben. freunde schlagen nicht ihre freunde. freunde freuen sich nicht am leid ihrer freunde. freunde spüren, wenn der freund in not ist. und wenn´s drauf ankommt, zahlen sie sogar die rechnung im café. dafür dürfen sie hinterher auch lächeln, wenn der andere transpiriert.

wenn du schnell und spontan antworten müsstest: welches bild hast du von jesus?

und falls du zeit und lust hast - im podcast “Das Lächeln Gottes” wird gottes wesen deutlich. unter anderem auch, wie und wann gelacht wird…

sehnsucht ist die vorhut der veränderung

fred-2eins kann man Fred ja nicht vorwerfen: passivität. der gute wusste null und nix, was mit den roten dingern auf seinem rücken anzufangen. vielleicht sagt´s ihm irgendwann mal jemand. dann allerdings kommt`s auf ihn an, ob er lernt, die flügel zu benutzen oder ob er sie nur nutzlos spazieren trägt.

viele von uns wissen, dass es im eigenen leben einiges zu verändern gilt. aber sobald sich solche gedanken gefährlich nah ans umsetzen wagen, präsentieren wir die besten totschlagargumente überhaupt.

  • wenn ich das und das fertig habe, dann….
  • ich müsste endlich anfangen mit…
  • ich weiß, dass das nicht richtig ist, was sich da tue, aber…
  • natürlich weiß ich, dass dieser lebensstil mich umbringt, aber was weißt du schon von veränderung…
  • vergangene woche wollte ich tatsächlich mal beten. aber dann…

und. so. weiter.

es gibt leider kein geheimrezept, um diesen totschlagargumenten die macht zu nehmen. auch ein besuch beim best-of-motivationstrainer nicht. was hilft?

  • sehnsucht.
  • sehnsucht.
  • sehnsucht.

wenn die sehnsucht nach veränderung so viel raum einnimmt, dass sich alles nur noch darum dreht - gedanken, träume, pläne, leben - dann läuft der countdown für den start. „sehnsucht“ ist die vorhut der veränderung. „sehnsucht“ fliegt in die zukunft, kommt wieder zurück und berichtet von dem, wie alles werden kann.

jesus spricht von freiheit. von liebe. vom offenen himmel. seine worte erzeugen sehnsucht. heute noch. was ihn von anderen unterscheidet, ist sein versprechen, den prozess der veränderung von der ersten sekunde an zu begleiten. kein „schaun mer mal was wird“ oder „jetzt spring“, sondern die zusage: „ich lasse dich nicht allein; ich bin mit dir.“

was bleibt, ist mein „ok“, den ersten schritt in richtung veränderung - in richtung jesus - zu gehen. oder wie es Fred sagen würde: „wenn die roten dinger zum fliegen taugen… was muss ich tun, damit es funktioniert?“

Traumangebot

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Wird lange herbeigesehnt, kommt aus dem Nichts, verwischt alle Bedenken und verbietet Zweifel.

eis - zeit

dscn1041

vergangenenes wochenende hatte ich das vergnügen, eine expedition über die außenalster zu erleben. unter fachkundiger leitung ging´s zuerst an den obligatorischen getränke- und imbissständen vorbei - dann der erste schritt aufs eis. alles fest. zweiter schritt. alles fest. spätestens ab diesem moment kam ich mir vor wie shackelton. der hat immerhin 635 tage im und auf dem eis überlebt. ab dem dritten und vierten schritt ging´s dann problemlos. fast schon ein historischer moment: der hamburger hatte zum letzten mal vor dreizehn jahren eis auf seinem „teich“.

rechts im bild das hotel „atlantic“. dort hat altrocker udo lindenberg seine suite. vielleicht verhilft ihm dieser ungewohnte anblick zu kreativen höhenflügen. den hörer wird´s erfreuen…

in ein paar monaten werde ich wieder dort stehen. dann, wenn meine predigt vorbei, das ereignis zu ende ist, baue ich mich noch einmal an der gleiche stelle auf. dann gibt´s kein eis mehr. sonne und licht haben bis dahin zeit, den panzer zu sprengen und zu verflüssigen. ich bin mir sicher, dass sie ganze arbeit leisten werden.

ich will dieses bild nicht überstrapazieren… - aber auch in beziehungen, die auf (und unter) eis liegen, braucht es zeit, um den panzer zum schmelzen zu bringen. das geht keinesfalls im stundentakt oder wochenrhytmus. wie wird das bei der außenalster vor sich gehen? die antwort fällt auch für nicht-hamburger nicht schwer: temperatur steigt, die behörde verbietet irgendwann das betreten, die sonne scheint länger, erste risse, die temperatur steigt, eisschollen, größere risse, eisschollentreiben, dann noch ein paar wenige platten und irgendwann: weg das eis.

wer sich in einer solchen eis-zeit befindet, wird einen gezeitenwechsel mit jesus erleben. doch auch hier gilt, dass dieser prozess nicht im sekundentakt passiert. und das ist auch gut so. grandios, dass jesus sich mit uns auf die reise in richtung süden macht. weitere gedanken hörst du im podcast „festgefahren“.

God-o-meter

MEHR ÜBER JESUS …