Mit ‘Liebe’ getaggte Artikel

Was bist du bereit zu tun?

Was bist du bereit für jemanden zu tun, den du wirklich liebst?

Eine Niere spenden? In den Knast gehen? Deinen Lieblingspulli verschenken? Den Hochzeitstermin verschieben? Sterbebegleitung? Auf Geld verzichten? …

Die Bibel definiert, dass der ein wirklich guter Freund ist, der sogar bereit ist sein Leben für den anderen zu geben. Das ist eine harte Herausforderung. Vermutlich kommen nur sehr wenige Menschen überhaupt in so eine Situation in der das eigene Leben gegen das des Freundes steht. Aber was wäre wenn … Ich glaube, dass man einen Menschen so sehr lieben kann, dass man bereit ist für ihn zu sterben. Wobei das entscheidende Kriterium „so sehr zu lieben”“ ist.

Was bist du bereit für deinen Feind zu tun?

Eine Niere spenden? In den Knast gehen? Deinen Lieblingspulli verschenken? Den Hochzeitstermin verschieben? Sterbebegleitung? Auf Geld verzichten? …

Hier kriecht schon nur beim Lesen die Wut in uns hoch. Nicht genug, dass man Feinde haben kann, aber auch noch etwas FÜR sie tun? Oder FÜR sie aufgeben?

Genau das fasziniert mich an Jesus. Er war bereit nicht nur für seine Freunde sondern auch für seine Feinde zu sterben. Und zwar nicht, um als Held gefeiert zu werden, in Geschichtsbüchern zu landen oder die Hinterbliebenenrente zu gewährleisten. Er tat es aus Liebe. Auch aus Liebe zu seinen Feinden.

Wir sehen uns in der Hölle!

Sie war eine Arbeitskollegin von mir. Wir hatten einige Jahre zusammengearbeitet, bevor ich kündigte. Ihr Mann war Engländer, ein riesiger jähzorniger Hüne, der seine Frau regelmäßig verprügelte und unter Druck setzte. Sie hatten jung geheiratet und ein gemeinsames Kind. Er drohte ständig damit, sich selber umzubringen oder sich mit dem Kind nach England abzusetzen, falls sie ihn jemals verlassen würde.

Also blieb sie. Als ich ihrem Mann das erste Mal begegnete, war „Angst einflößend“ das, was mir durch den Kopf schoss. Gut zwei Meter groß, stark tätowiert und ein Blick, der jedem bedeutete, ihm besser nicht zu nahe zu kommen. Ich machte auf jeden Fall einen Bogen um ihn, wo immer ich ihn sah.

Trotz aller Androhungen beschloss meine ehemalige Kollegin, ihren Mann nach 18 Jahren zu verlassen. Vor zwei Wochen erhielt sie während eines Aufenthalts bei ihren Eltern einen Anruf der Polizei: „Ihr Mann hat sich erhängt.“ Man fand ihn in einer alten Fabrikhalle, nahe der Wohnung.

Per SMS erhielt sie seine letzten Worte: „Ich werde dich immer lieben. Wir sehen uns in der Hölle.“

Es hat mich betroffen gemacht, von seinem Selbstmord zu hören. Nachdem ich eine Weile über seinen letzten Satz nachgedacht habe, fiel mir die Widersinnigkeit auf. Liebe und Hölle lassen sich nicht vereinbaren. Hölle bedeutet die vollkommene Abwesenheit von Liebe.

Spaßbremse(n)

sex„Wenn ich sehe, wie manche Christen leben, dann könnte ich nur noch kotzen. Sie kapieren einfach nix. Sie schmeißen mit Geboten wie: „Kein Sex vor der Ehe!“ um sich, haben aber keinen Plan, wie das praktisch aussehen soll. Ich meine, wer schafft es denn heute noch,  bis zur Ehe zu warten? …
Bei so schwachsinnigen Regeln kriege ich einen Hals auf alles, was mit Gott zu tun hat …“

Ich sehe sie vor mir, während ihre wütenden Zeilen über meinen Bildschirm flackern. Und ich kann sie verstehen. Wenn mir Gott als Spaßbremse und einer, der unsinnige Regeln erfindet, vorgestellt würde, hätte ich keine Lust seine nähere Bekanntschaft zu machen. Und wenn Christsein nicht mehr wäre, als das stumpfsinnige und krampfhafte Bemühen eben jene Regeln einzuhalten, hätte ich auch daran null Interesse.

Aber Gott ist anders. Völlig anders. Und es lohnt sich, ihn so kennenzulernen, wie er wirklich ist.

Völlig Banane!

palmeVor fast einem Jahr brachte mein Chef diesen kleinen Bananenbaum mit ins Büro, stelle ihn auf meinen Schreibtisch und bat um Asyl für die Zeit seines Urlaubs. Bananenbaum in einem Bananenübertopf ist ein bisschen zu viel Banane für meinen Geschmack aber für eine Urlaubsbegießung sollte es wohl reichen.

Zurück aus dem Urlaub war erst keine Zeit den Bananenbaum wieder mit nach Hause zu nehmen. Dann kam eine Krankheit dazwischen (vom Chef, nicht vom Baum ;-) ) und schließlich blieb der Baum samt Topf bei mir. Ich liebe Pflanzen, aber den Bananenbaum habe ich nie wirklich gemocht. Nur will das Ding trotz meiner halbherzigen Pflege einfach nicht eingehen! Ein paar Mal sah es schon verdächtig danach aus, aber irgendwie ist der Baum ein Überlebenskünstler und schafft es tagelang ohne einen Tropfen Wasser mit minimalster Erde im Topf auf engstem Raum klarzukommen. Er erdreistet sich sogar neue Blätter zu bekommen … und dafür bewundere ich ihn schon fast.

Menschen sind anders als Bananenbäume. (Zugegeben ist das keine umwerfend neue Erkenntnis) Menschen brauchen Zuwendung, Anerkennung, Bestätigung und Liebe um überleben zu können. Ungeliebte, unbeachtete oder ungewollte Menschen gehen innerlich irgendwann ein. Auch wiederum anders als beim Bananenbaum gibt es dafür äußerlich fast keine Anzeichen. Sie lassen weder die Blätter hängen noch ändern sie ihre Farbe. Aber innerlich sterben sie ab.
Jesus wiederum ist anders als wir Menschen. Er kann durch ein scheinbar völlig intaktes Äußeres direkt ins Herz sehen. Und ihn interessiert, was er dort sieht. Niemand ist ihm gleichgültig. Und es gibt niemanden, den er nicht liebt.

Why?

An diesem wunderschönen Sonnentag fällt es mir nicht leicht, mir vorzustellen, dass am „Karfreitag“ vor ungefähr 2000 Jahren eine völlig andere Atmosphäre den Tag prägte. An dem Tag, an dem Jesus, der Sohn Gottes starb, gab es statt Sonnenschein stundenlange Dunkelheit, statt Vogelgezwitscher die Schreie einer aufgebrachten Menschenmenge und statt einer entspannten Feiertagsstimmung ein Erdbeben. Die Frage nach dem „Warum?“ drängt sich unweigerlich auf. Das Lied von Nicole Nordeman beantwortet diese Frage auf sehr persönliche Weise.

Kopf ab!

valentinDer Valentinstag liegt gerade schlappe zwei Tage zurück und schon ist der Kriegs Krisenalltag in den meisten Beziehungen wieder eingekehrt. Es wird wieder wegen der Socken auf dem Boden gestritten, der falsch ausgedrückten Zahnpastatube, dem Fernsehprogramm oder dem Fahrstil. Es geht um kleine und große Sticheleien, Halbwahrheiten, ironische oder verletzende Bemerkungen. Es geht um Eifersucht und Misstrauen, gebrochene Liebesschwüre und falsche Versprechungen.

(Spätestens) zwei Tage nach Valentin erinnert der allgemeine Beziehungsstress eher an die Ursprünge des Valentinstags, als nämlich der Begründer Valentin von Terni vom Kaiser Claudius einen Kopf kürzer gemacht wurde. Enthauptung statt roter Rosen. Krieg statt Frieden.

Und doch ist die Sehnsucht trotz oder gerade wegen des Beziehungsalltags da, die ganz große Liebe zu finden. Und mit ihr bis ans Lebensende einfach nur glücklich zu sein. Völlig unrealistisch sagen die einen, romantischer Schwachsinn die anderen. Und wieder andere sagen, dass es erlebbare Realität werden kann. Ich gehöre zu Letzteren und habe die Liebe meines Lebens gefunden. Mehr …

wieso? weshalb? warum?

“warum hab ich nie glück mit einer beziehung?wieso tut es immer wieder so weh, wen einer mit wem schluss macht? ich hab ihn wirklich geliebt und nun ist alles vorbei. ich hasse mein scheiß leben. wieso immer ich? was hab ich in mein leben falsch gemacht? ich kann es einfach nicht glauben ich war oder bin immer noch deswegen am boden zerstört.”


“ich kann nichts dafür, dass ich menschen begegne, die nicht wissen, was sie wollen!! menschen, die angst vor gefühlen haben, die gar nicht wissen, was es heißt zu lieben!! menschen, die versuchen, meine kraft auszusaugen, um selber stark zu werden!! ich werde, ich sollte das nicht mehr zulassen, denn ich hab durch all meine enttäuschungen und auch verletzungen gelernt, was ich nie lernen wollte!!”

Zwei Statements von Menschen, mit denen ich in der letzten Zeit geredet habe. Sie haben wie viele andere auch die gleichen brennenden Fragen: Wer liebt mich so, wie ich bin? Wer kennt mich durch und durch und steht trotzdem zu mir? Welche Liebe hat dauerhaft Bestand? Und wie finde ich eine solche Liebe?