Mit ‘LifeHouse’ getaggte Artikel

kaputter ausländer

hin und wieder gibt´s hier im blog zitate aus den mails, die in meinem postfach eintrudeln. natürlich immer mit der entsprechenden genehmigung…

heute morgen schrieb mir jemand: „hast du zeit für einen kaputten ausländer?“

die mail las ich exakt zu dem zeitpunkt, als ich von einer größeren abschleppaktion wieder nach hause kam. einer unserer jungs blieb nachts mit dem auto liegen - ein ausgehungerter marder frass sich durch die verkabelung im motorraum. morgens schleppten wir das auto dann mit warnblinklicht und abschleppseil durch den berufsverkehr bis hin zur werkstatt unseres vertrauens.

was den „kaputten ausländer“ betrifft… der muss nicht abgeschleppt werden. es ist seine freie entscheidung, über das, was ihn „kaputt“ macht, zu sprechen. genausowenig muss er durch den berufsverkehr, er hat kein abschleppseil um den hals und hält auch keine taschenlampe in der hand, mit der er leuten, die ihm auf dem gehweg entgegenkommen, warnsignale gibt. kein mensch sieht ihm an, dass er „kaputt“ ist. rein äußerlich funktioniert er. und drinnen tobt der kampf. gut, dass er kommt. ausländer hin oder her.

So schaut´s aus

dscn0997Gott nicht vergessen… für den, der an ihn glaubt, klingt das aufs erste Hören fast schon anmaßend. Gott vergessen? Niemals! Wer sich einen zweiten Gedanken erlaubt, kommt ins Straucheln. Ein paar Minuten später relativiert sich dann das erste Statement.

Richtig, es passiert. Man kann „Gott vergessen“. Nein, natürlich nicht generell - wie könnte man Gott jemals vergessen? Der ist doch immer da. Und Jesus sowieso. Weil, der muss ja. Helfen. Hoffentlich. Und Vergebung gibt´s doch immer noch. Oder?

Es geht nicht darum, ab und zu an Gott zu denken. Irgendwann - in schwierigen Situationen - in Richtung Jesus zu brüllen um ihn zur Hilfe zu bewegen. Das Stichwort heißt „Gemeinschaft“. Miteinander reden, hören, nachfragen, vertrauen, Wunder erleben, Gottes Macht im Alltag erfahren, nachfolgen, Gebote halten. Und auch: das alles nicht zu  vergessen!

Wir von LifeHouse haben in den vergangenen Monaten die Hilfe und die Nähe Gottes extrem erlebt: Großbrand, schwere Krankheit, Wiederaufbau, Renovierung. Und jetzt geht´s weiter. Deshalb hängt am Eingang von LifeHouse diese Mesusa. Wir möchten nicht vergessen - dann, wenn der Alltag durchknallt. Wenn alles wieder „normal“ läuft.

Alles weitere in den Podcast „mesusa your life“ und „festgefahren“.  In diesem Sinne: Schönes Wochenende.

Mesusa - in echt

dscn0993Im Podcast „mesusa your life!“ spreche ich über dieses kleine Kästchen, das - auch heute noch - im Eingangsbereich von Wohnungen/Häuser vieler Juden angebracht ist. Im Inneren befindet sich ein kurzer Auszug aus der Bibel. Hier fordert Gott sein Volk auf, ihn und seine Gebote nicht zu vergessen. Und weil Gott die Vergesslichkeit der Menschen (darin hat sich ja bis heute nichts verändert…) kennt, gibt er Hilfen gegen das Vergessen. Alles weitere könnt ihr im Podcast anhören.

Ich habe mir bei Books & Bagels, (jüdische Buchhandlung & Café unter einem Dach) eine solche Mesusa bestellt. Da gibt´s die Auswahl an unterschiedlichsten Farben, Mustern und Größen. Meine Entscheidung fiel auf eine weiße Mesusa aus Metall. Noch ein Wort zu Books & Bagels - schade, dass auf deren Homepage der Cafébereich kaum dargestellt wird. Wenn also jemand von euch in Zürich unterwegs ist… und ganz (wirklich ganz!) zufällig an diesem Shop vorbei läuft, dann: Handy zücken, kurzes Foto machen und dann per Mail ins LifeHouse.

In Kürze wird sich also an der Eingangstüre vom LifeHouse dieses Kästchen befinden. Nicht deshalb, weil dieses Teil so (zugegeben!) stylish aussieht, sondern weil Gottes Gedanke und Hilfestellung, ihn nicht zu vergessen, ziemlich viel über seinen Charakter aussagen. Und: weil es wirklich so schnell passiert, dass man Gott im Alltag vergisst.

Falls jemand von euch eine „Mesusa“ hat, dann: Handy raus, Bild machen… LifeHouse schicken. Grüße.

Morgen ist es soweit

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Als am 5. Oktober das LifeHouse brannte, als zigtausende Liter Löschwasser von der Decke auf Möbel, Computer, Bilder, Server, Fotos und Wandgemälde sprühte, als die grandiosen Jungs der Feuerwehr nach sämtlichen noch brauchbaren Einrichtungsgegenständen griffen und sie in Sicherheit brachten… - da dachte keiner daran, dass das noch was werden könnte… mit dem LifeHouse in Bergneustadt. Es entstand ein Sachschaden, der in die Hunderttausende ging.

Einige Tage später dann die Schadensbegutachtung. Mit von der Partie: diverse Bauingenieure, die Kripo, Architekten, Statiker, Handwerker, Versicherungsfachleute. Und die waren sich sicher, dass das alles wieder werden könnte. Schöner als vorher, besser als vorher, gepflegter als vorher. Sie sollten recht behalten.

Und morgen ist es so weit - das LifeHouse zieht wieder in seine bisherigen Räumlichkeiten. Noch rennen die Handwerker durchs Haus. Noch hört man Schlagbohrer, Gehämmer und Gebrüll. Egal. Wir werden morgen an drei verschiedenen Stellen unsere Möbel einsammeln. Stück für Stück wieder an den vorgesehenen Platz stellen. Und nächste Woche werden schon die ersten Treffen und Gespräche stattfinden. Wenn die Freunde von der Bauzunft zu viel Lärm machen, dann schicken wir uns halt SMS. Oder kommunizieren via Twitter. Hauptsache, man sieht sich…

Aufräumen

cimg1543

Gerade waren ein paar Männer aus dem Lager da und haben die restlichen Möbel abgeholt. Jetzt geht’s ans Karton aus – und umräumen. Zwei Schreibtische müssen noch aufgebaut werden und Donnerstag werden dann überall Lampen angeschraubt.
Georg will auch am Donnerstag kommen und die restlichen Computer anschließen. Und wenn alles wie geplant läuft, haben wir Ende der Woche ein „fertiges“ LifeHouse.