Fernweh
An bestimmten Tagen, gestern war ein solcher, überkommt mich ein eigenartiges Gefühl, ein Gefühl das ich als „Fernweh“ bezeichnen würde. Ausgelöst durch unterschiedliche Dinge, Situationen, Gedanken, Einflüsse,…. mich weckt die Abenteuerlust, die Neugier unbekannte Dinge zu erforschen, fremde Menschen und Kulturen zu erleben, zu reisen - raus aus meinem monotonen Alltagstrott hinein in ein unbeständiges, aufregendes, und spannendes Leben.. voll bunter schillernder Farben:
Der gelbe Campingbus steht im Schutz eines mächtigen Felsens. Wir sitzen da, am Lagerfeuer bis spät in die Nacht und nehmen die Kühle der Nacht und das Knistern des Feuers in uns auf. Am nächsten Morgen halten wir irgendwo im Nirgendwo an einem gemütlichen und abgelegenen Café. Der Geruch des frischen Kaffees steigt uns in die Nase und in aller Seelenruhe schlürfen wir das heiße Getränk und unsere Blicke schweifen dabei sehnsüchtig in die Ferne…
Die Reise geht weiter, auf unebenen und staubigen Straßen. Die Sonne knallt kräftig und an uns ziehen kleine Dörfer, dunkelhäutige Menschen, gigantische Seen, Obst- und Gemüseplantagen sowie wunderschön gepflegte Gärten aber auch völlig der Natur überlassenen Reservate vorbei. An einem schattigen Plätzchen, nahe einem silbernen See steigen wir aus dem Bus und atmen tief die stille, frische und nach Freiheit riechende Luft ein. Die Ersten toben kurze Zeit später ausgelassen im kalten Wasser, an einer anderen Stelle versucht man sich am Fische fangen. Keiner da, der Vorschriften macht; keine Termin einhalten, den Augenblick genießen und beim Sonnenuntergang seinen Gedanken nachhängen, bis die Sonne ganz hinter dem Horizont verschwunden ist.
Diese Bilder tanzen in meinem Kopf herum, wenn mich das Fernweh plötzlich überkommt. Ich denke: So muss sich Freiheit anfühlen! Sie muss salzig, süß und sauer und nach Unbekanntem schmecken! Freiheit muss wie ein frische Brise sein. Freiheit lebt davon, dass ich loslassen kann…
Ich sitze immer noch auf meinem Bett, die Bilder in meinem Kopf werden immer undeutlicher, die Musik die mich auf dieser Reise begleitet hat, ist bereits verklungen und monotoner Alltag klopft an meine Tür… - ob ich jemals in den Genuss komme, die Welt in diesen bunten Farben zu sehen, sie in dieser Vielfältigkeit zu erleben, und tief in ihre Schönheit einzutauchen? Ob ich jemals so richtig Freiheit spüren und einatmen darf? Kann ich loslassen? Kann ich vielleicht auch mal liegen lassen was ich zu erledigen habe, auch die Menschen und Dinge, die Forderungen an mich stellen, die mich manchmal müde und kaputt machen und mich einschränken?!?

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der neue LifeHouse - podcast ist online. in der aktuellen folge gibt‘s ein interview mit einer jungen frau, die alles hinter sich gelassen hat. ihr leben war total langweilig, immer der selbe ablauf und immer mehr fragen, die sich nicht klären ließen. sie kündigte ihren job, packte ihren koffer und flog ans andere ende der welt. ob‘s was gebracht hat und wie‘s ihr geht, erzählt sie im interview.

