Mit ‘Schuld’ getaggte Artikel

Ein bisschen Strafe muss sein …

schranke“Ihre Freundin hat ihr –und zeigt dabei auf mich – Parkticket eingesteckt? Und ist jetzt gerade schon auf der Autobahn nach Hause? Sie geht nicht an ihr Handy?”

Während der alte, Zigarren rauchende Parkwächter jeden meiner Sätze als Frage wiederholt, überlege ich, ob ich mit nicht á la James Bond mein Auto schnappen sollte, um mit annähernder Lichtgeschwindigkeit einfach die Schanke des Parkhauses zu durchbrechen. Dann sehe ich neben der umgemähten Schranke den aufgebrachten Parkwächter, der sich ans Herz fasst und zusammenbricht, gefolgt von einer wilden Polizeijagd. Obwohl ich auf Action stehe, entscheide ich mich dieses Mal dagegen und murmele bloß vor mich hin, dass ein Tagesticket nur 4,- € kostet, während ich 10,- € für ein „verlorenes“ Ticket zahlen muss.
Durch den immer dichter werdenden Zigarrenqualm höre ich den alten Mann sagen: „Ein bisschen Strafe muss sein.“ Er weiß nicht, dass ich ihn gerade vor einem Herzinfarkt gerettet habe …

Dumm gelaufen und teuer geparkt. Trotzdem bin ich erleichtert, mein Auto wiederzuhaben und ohne Verfolgungsjagd nach Hause fahren zu können. Nur manchmal läuft das Leben anders. Dann, wenn es um mehr geht, als ein verlorenes Ticket. Dann, wenn der Schaden nicht mit 10,-€ wieder gut zumachen ist. Dann, wenn eine Verfolgungsjagd der Polizei ein vergleichsweise kleines Übel ist. Dann nämlich, wenn man Dinge wirklich versaut hat.

Kaffee gefällig?

kaffeeIch hatte vor einiger Zeit die Gelegenheit an einem Stand Kaffee und Gebäck zu verkaufen. Also kochte man Kaffee bis zum abwinken, stellte Gebäck in aller Bescheidenheit und seiner beschränkten männlichen Gabe der Dekoration, auf ein Tablett, und dazu noch eine Zuckerdose auf den Präsentierteller. Alles gelang in mühevoller Kleinarbeit wonach wir mit dem fröhlichen Verkauf begonnen hatten. Bis zu dem Augenblick an dem ein älteres Pärchen sich demonstrativ und in Gefechtstellung vor mir aufplusterte. Es war das Paar, dass die ersten beiden Tassen Kaffee genießen wollte. Kennen sie solche Momente, wo man sich fragt, was man verbrochen hatte? „Vielleicht könnten die ja auch nur schlecht gelaunt sein“, dachte ich mir, „oder sie sind generell immer schlecht drauf.“ Doch das war nicht der Grund. Irgendjemand hatte sich einen Scherz erlaubt und anstatt Zucker in die Zuckerdose zu füllen, Salz verwendet. Nun dies fanden nur die wenigsten Käufer schmackhaft, um es mal milde auszudrücken. Sie fühlten sich um ihr Geld betrogen, denn der Kaffee war ungenießbar.

Ähnlich ist es mit dem Menschen und der Sünde. So wie das Salz nicht in den Kaffee gehört, so gehört  Sünde nicht in das Leben der Menschen. Wegen ihrer Sünde sind Menschen für Gott ungenießbar geworden. Das hat zur Folge, dass die Beziehung zwischen Gott und den Menschen völlig “versalzen” ist. Doch Gott hat für dieses Problem eine Lösung. Gott kann deinen ungenießbaren Lebenskaffee völlig neu machen – Die Frage ist nur: „möchtest Du das?

Bad Banks

bad-bankNun ist es beschlossene Sache. Die Bundesregierung hat ein Modell zur Entsorgung wertloser Kredite und Wertpapiere abgesegnet. Dabei geht es um Kredite, die Schuldner nicht an die  Banken zurückzahlen können. Banken sind für diesen Fall eigentlich gewappnet.
Nimmt allerdings die Zahl der nicht zurückzahlbaren Kredite drastisch zu, kann die Bank die entstehenden Kosten häufig nicht mehr mit ihrem Eigenkapital decken und muss ihrerseits einen Kredit bei einer anderen Bank aufnehmen. Durch die aktuelle Wirtschaftskrise wächst die Zahl der zahlungsunfähigen Bürger und führt vermehrt zu zahlungsunfähigen Banken. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „Gift- oder Schrottpapieren“ und diese sollen zukünftig in sogenannte Bad Banks (englisch für „böse Bank“) verschoben werden können.

Beim Nachdenken über Bad Banks fiel mir ein, dass ich selber mal eine Bad Bank besessen habe. Sie war für andere unsichtbar tief in meinem Herzen verborgen. In meine ganz persönliche Bad Bank verdrängte ich alles, was in meinem Leben schlecht lief. Boshafte, gehässige Gedanken, Ungehorsam meinen Eltern gegenüber, meine Selbstsucht, Lügen, Streit mit Freunden, meine Faulheit und vieles mehr. Jeden Tag wuchs mein Kontostand um weitere Positionen an. Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich früher oder später an meinem inneren Schuldenberg kaputt gehen würde.

Ich hatte damals schon viel über Jesus gehört. Auch darüber, dass Jesus Schuld wegnehmen und vergeben kann. Und dass diese vergebene Schuld auf keinem Bad Bank Konto mehr erscheinen würde. An einem Abend habe ich einfach mit Jesus geredet und „Insolvenz angemeldet“. Ich habe ihm alle schlechten Dinge meines Lebens aufgezählt und ihn gebeten, dass er mir vergibt. Und das hat er getan! Ich lebe seither nicht fehlerfrei und unschuldig. Aber ich weiß, dass ich mit meinem Versagen und meiner Schuld zu Jesus gehen kann und er mir immer wieder vergibt.

Schuldig!

hubschrauberKürzlich las ich im Focus einen Artikel über Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus. Es ging um seinen Skiunfall vor vier Monaten, bei dem eine Frau starb. In dem Artikel wurden unter anderem Auszüge eines Interviews mit Althaus bei Johannes B. Kerner zitiert. Dieter Althaus gestand, „dass ihn der tragische Tod der Frau Christandl tagtäglich beschäftige und er alles dafür tun würde, wenn er diesen Tag ungeschehen machen könnte.“ Und weiter: „Er sei auf Vergebung angewiesen“.

Auf Vergebung angewiesen … Darin habe ich mich wiedergefunden. Ich erinnere mich an manche Situation, in der ich unabsichtlich durch mein Verhalten oder durch Äußerungen Menschen verletzt habe. Oder auch an Momente, in denen nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt habe und trotzdem Schaden entstanden ist. Und es gibt auch jene Augenblicke, in denen ich zwar erschrocken über mich selber dennoch bewusst, mutwillig boshaft gehandelt habe. Und deshalb weiß ich nur zu gut, wie es sich anfühlt, wenn man schuldig ist und auf Vergebung angewiesen ist.

Aber ich weiß auch, wie es ist, wenn man Vergebung erfährt. Und zwar nicht nur wenn einem Menschen vergeben sondern auch wie es ist, wenn Gott selber Schuld vergibt. Es fällt mir schwer in Worte zu fassen, wie groß meine Erleichterung, Freude und Dankbarkeit war, als ich begriffen habe, dass Gott meine Schuld vergibt. Und zwar nicht nur die einmalige Tat sondern alles, was ich jemals getan habe. In der Bibel steht, was dafür notwendig ist: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erfüllt Gott seine Zusage treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen.“ (nachzulesen in der Bibel, 1. Brief an Johannes, Kapitel 1 Vers 9) Mehr …

Vergibt Gott eigentlich alles?

Das wurde ich vor einigen Tagen gefragt. Ich finde, diese Frage passt gut zu Karfreitag. Denn an jenem schicksalsträchtigen Ostern vor etwas mehr als 2000 Jahren, an jenem allerersten Karfreitag, an dem der Sohn Gottes, Jesus starb, da ging es vor allem um eins: um Vergebung.

Jesus bezahlte mit seinem Leben für die Schuld von anderen. Für unsere Schuld. Deine und meine. Er bezahlte mit seinem Leben den Preis für jede Lüge und jeden schlechten Gedanken. Für jede hinterlistige, verkorkste, boshafte, grausame, lieblose und gehässige Tat. Als sich Jesus damals auf den Weg vom Himmel zu uns Menschen auf die Erde machte, wusste er ganz genau, was ihn erwarten würde. Als er am Kreuz hing, um den Preis Gottes für Schuld zu bezahlen, war er von keiner einzigen Schuld überrascht. Und als er starb, bezahlte er für jede einzelne von ihnen.

Die Bibel drückt es so aus: „Denn Gott hat Jesus Christus, der ohne jede Sünde war, mit all unserer Schuld beladen und verurteilt, damit wir freigesprochen sind und Menschen werden, die Gott gefallen.“ (Die Bibel, 2. Korinther, Kapitel 5 Vers 21)

Die Antwort auf die Frage, ob Gott wirklich JEDE Schuld vergibt, lautet: JA, er vergibt alles. Wortwörtlich steht in der Bibel:
„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erfüllt Gott seine Zusage treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen.“ (Die Bibel 1. Johannes 1 Vers 9)