Mit ‘Selbstmord’ getaggte Artikel

Wir sehen uns in der Hölle!

Sie war eine Arbeitskollegin von mir. Wir hatten einige Jahre zusammengearbeitet, bevor ich kündigte. Ihr Mann war Engländer, ein riesiger jähzorniger Hüne, der seine Frau regelmäßig verprügelte und unter Druck setzte. Sie hatten jung geheiratet und ein gemeinsames Kind. Er drohte ständig damit, sich selber umzubringen oder sich mit dem Kind nach England abzusetzen, falls sie ihn jemals verlassen würde.

Also blieb sie. Als ich ihrem Mann das erste Mal begegnete, war „Angst einflößend“ das, was mir durch den Kopf schoss. Gut zwei Meter groß, stark tätowiert und ein Blick, der jedem bedeutete, ihm besser nicht zu nahe zu kommen. Ich machte auf jeden Fall einen Bogen um ihn, wo immer ich ihn sah.

Trotz aller Androhungen beschloss meine ehemalige Kollegin, ihren Mann nach 18 Jahren zu verlassen. Vor zwei Wochen erhielt sie während eines Aufenthalts bei ihren Eltern einen Anruf der Polizei: „Ihr Mann hat sich erhängt.“ Man fand ihn in einer alten Fabrikhalle, nahe der Wohnung.

Per SMS erhielt sie seine letzten Worte: „Ich werde dich immer lieben. Wir sehen uns in der Hölle.“

Es hat mich betroffen gemacht, von seinem Selbstmord zu hören. Nachdem ich eine Weile über seinen letzten Satz nachgedacht habe, fiel mir die Widersinnigkeit auf. Liebe und Hölle lassen sich nicht vereinbaren. Hölle bedeutet die vollkommene Abwesenheit von Liebe.

Waldi

waldiHallo! Ich heiße Waldi und bin 29 Jahre alt.
Vor neun Jahren hatte ich eine tiefe Krise. Meine Familiensituation war nicht immer leicht, weswegen ich schon früh ziemlich große Minderwertigkeitsgefühle hatte.

Ich hatte verschiedene Freundeskreise, der eine bestand aus „Kiffern“ der andere aus Kindern gutbürgerlicher Leute. Aber uns verband das Gleiche:
Wir lebten nur von Wochenende zu Wochenende und nahmen eine Party nach der Nächsten mit.
Alles diente zur Flucht vor der Realität. Die in meinem Fall einfach nur leer und sinnlos war. Obwohl ich sehr viele Freunde hatte, fühlte ich mich meistens sehr allein und ungeliebt. Vieles, was ich versuchte, war ein versteckter Schrei nach angenommen sein und Liebe. Weiter …

Spaßbremse

na_toll_zakWenn man alles das tut, was Gott von einem erwartet, ist der Funfaktor null. Jeden Sonntag in die Kirche latschen. Alten Omas über die Straße helfen.  Die Eltern niemals anmotzen. Keinen Alk und erst recht keine Drogen. Von Sex ganz zu schweigen! Immer lieb sein, brav, angepasst. Eben vorschriftsmäßig.

Ehrlich: Wenn Gott so wäre, hätte ich auch keine Lust auf ihn. Und würde um alles, was irgendwie nach ihm riecht einen riesen Bogen machen. Wenn Gott so wäre …

Hier die Geschichte von einem, der bereit war sein Leben aufzugeben, weil er es weder angepasst noch unangepasst ertragen konnte.