Unverändert
Uns ist buchstäblich das Dach über dem Kopf weggebrannt. Innerhalb weniger Minuten war nichts mehr so, wie es vorher war, und wird auch nie mehr so werden. Bei dem Brand ist uns persönlich nichts passiert. Wir konnten sogar das ganze Inventar retten. Und wir haben sofort eine neue Bleibe gefunden. Aber so läuft´s nicht immer.
Eine schlimme Arztdiagnose, die Kündigung, Scheidung der Eltern, Tod eines Freundes, die Trennung einer langen Beziehung und plötzlich ist nichts mehr so wie vorher. Niemand kann die Zeit zurückdrehen. Und keiner schmerzvolle Situationen vorspulen. Wir sind gezwungen, die Gegenwart zu leben.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn nichts mehr geht. Und die Erkenntnis einsetzt, dass es vorläufig auch nicht mehr gut werden wird. Ich weiß auch, wie es sich ist, wenn dieser Zustand über Monate andauert.
Wie die meisten wissen, glaube ich an Jesus. Er ist für mich kein Weichspüler oder Trostpflaster. Er redet Dinge weder schön noch durch die Blume. Vielmehr geht es um ungeschminkte Tatsachen. Jesus sagt zum Beispiel: „Solange ihr auf dieser Welt lebt, habt ihr Angst.“ Punkt. So schlicht diese Aussage ist, so zutreffend ist sie auch. Und ich kann dem nur zustimmen. Gerade wenn einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird, oder das Dach über dem Kopf abbrennt ist angst fast logische Folge. Die o.g. Aussage von Jesus geht allerdings weiter. Er sagt: „Werdet trotzdem nicht mutlos, denn durch mich habt ihr Frieden.“ (Die Bibel, Johannes Evangelium Kapitel 16)
Und auch das kann ich nur bestätigen. Mitten in meiner Angst, in der Unsicherheit und in meinem Schmerz finde ich in Jesus Frieden. In meinen Leben, in dem sich Dinge von ein auf die andere Minute für immer ändern können ist Jesus immer derselbe. Unveränderlich. Unkaputtbar. Unverrückbar.

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Ein schrilles Klingeln. Ich eile zur Tür um dem Kurierdienst zu öffnen, und mein sehnsüchtig erwartetes Päckchen in Empfang zu nehmen. Die Türklinke in der Hand blicke ich das Treppenhaus hinunter und warte auf den netten Überbringer, bis er zu meiner Wohnungstür kommen würde, ich auf seinem Display unterschreibe und endlich mein Päckchen in Händen halten könnte. Doch leider war dem nicht so. Der Mann hatte zwar das Erwünschte in der Hand, blieb aber auf halbem Wege stehen und wartete, sodass ich ihm nun entgegen gehen musste.

