Mit ‘Zeit’ getaggte Artikel

Unverändert

cimg1499Uns ist buchstäblich das Dach über dem Kopf weggebrannt. Innerhalb weniger Minuten war nichts mehr so, wie es vorher war, und wird auch nie mehr so werden. Bei dem Brand ist uns persönlich nichts passiert. Wir konnten sogar das ganze Inventar retten. Und wir haben sofort eine neue Bleibe gefunden. Aber so läuft´s nicht immer.
Eine schlimme Arztdiagnose, die Kündigung, Scheidung der Eltern, Tod eines Freundes, die Trennung einer langen Beziehung und plötzlich ist nichts mehr so wie vorher. Niemand kann die Zeit zurückdrehen. Und keiner schmerzvolle Situationen vorspulen. Wir sind gezwungen, die Gegenwart zu leben.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn nichts mehr geht. Und die Erkenntnis einsetzt, dass es vorläufig auch nicht mehr gut werden wird. Ich weiß auch, wie es sich ist, wenn dieser Zustand über Monate andauert.
Wie die meisten wissen, glaube ich an Jesus. Er ist für mich kein Weichspüler oder Trostpflaster. Er redet Dinge weder schön noch durch die Blume. Vielmehr geht es um ungeschminkte Tatsachen. Jesus sagt zum Beispiel: „Solange ihr auf dieser Welt lebt, habt ihr Angst.“ Punkt. So schlicht diese Aussage ist, so zutreffend ist sie auch. Und ich kann dem nur zustimmen. Gerade wenn einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird, oder das Dach über dem Kopf abbrennt ist angst fast logische Folge. Die o.g. Aussage von Jesus geht allerdings weiter. Er sagt: „Werdet trotzdem nicht mutlos, denn durch mich habt ihr Frieden.“ (Die Bibel, Johannes Evangelium Kapitel 16)

Und auch das kann ich nur bestätigen. Mitten in meiner Angst, in der Unsicherheit und in meinem Schmerz finde ich in Jesus Frieden. In meinen Leben, in dem sich Dinge von ein auf die andere Minute für immer ändern können ist Jesus immer derselbe. Unveränderlich. Unkaputtbar. Unverrückbar.

too late?!

tur-zum-himmelEin schrilles Klingeln. Ich eile zur Tür um dem Kurierdienst zu öffnen, und mein sehnsüchtig erwartetes Päckchen in Empfang zu nehmen. Die Türklinke in der Hand blicke ich das Treppenhaus hinunter und warte auf den netten Überbringer, bis er zu meiner Wohnungstür kommen würde, ich auf seinem Display unterschreibe und endlich mein Päckchen in Händen halten könnte. Doch leider war dem nicht so. Der Mann hatte zwar das Erwünschte in der Hand, blieb aber auf halbem Wege stehen und wartete, sodass ich ihm nun entgegen gehen musste.

Kaum auf dem Display unterschrieben, fällt mein Blick auf die sich langsam schließende Wohnungstür zurück. Mein einziger Gedanke: oh nein, der Schlüssel! So schnell ich konnte flog ich die Treppe hinauf, meiner Wohnungstür entgegen. Noch bevor meine Fingerspitzen sie berühren konnten, schloss sie sich vor meinen Augen mit leisem Klicken! - ZU SPÄT!

Ähnlich ist es im Leben. Viele Menschen eilen von „Päckchen“ zu „Päckchen“ und verlieren völlig die Tür aus dem Blick. Sie leben für ihre eigenen Ziele und lassen Gott dabei außen vor. Er spielt in ihrem Leben keine Rolle. „Das hat ja noch Zeit“ - denken sie und glauben die Tür bleibt immer offen stehen. Doch auch bei Gott gibt es ein „zu spät“. In der Bibel sagt er: „Jeder Mensch muss einmal sterben und kommt danach vor Gottes Gericht.“ (Die Bibel, Hebräerbrief, Kapitel 9 Vers 27)

Doch noch hält er die Tür auf und wartet darauf, dass Menschen zu ihm kommen und ihn eine Rolle in ihrem Leben spielen lassen. Er wünscht sich zu jedem Einzelnen eine persönliche Beziehung, weil er die Menschen geschaffen hat und sie von Herzen liebt:
„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn (Jesus Christus) für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 3 Vers 16)